«Zeitpunkt für Wechsel ist gut»

Nachgefragt

Evelyne Hennet tritt Ende Juni als Geschäftsführerin der Appenzeller Schaukäserei zurück. Sie war vier Jahre für das Unternehmen tätig. Die Gründe für Ihren Weggang erläutert sie im Interview.
11.04.2018 | 05:21
Carmen Pagitz

Evelyne Hennet, warum hören Sie als Geschäftsführerin der Schaukäserei auf?

Ich konnte in den letzten vier Jahren viel aufgleisen, angefangen von der Werbung über interne Strukturbereinigungen bis hin zu Projekten wie dem 40-Jahr-Jubiläum oder dem neuen Schaubereich. In den kommenden Jahren stehen nicht mehr so grosse Themen an. Deshalb ist der Zeitpunkt für einen Wechsel gut.

Könnte ein Grund auch der Schaubereich sein, weil dieser womöglich nicht läuft wie erhofft?

Nein, überhaupt nicht. Es ist auch nicht so, dass die Zahlschranke eine Hemmschwelle darstellen würde. Wir bekommen zudem inhaltlich viele positive Rückmeldungen, weil der Schaubereich nebst dem Käsen auch Themen wie das Brauchtum und die Kultur aufgreift.

Wie fällt Ihr Fazit über die letzten vier Jahre aus?

Ich durfte eine interessante Zeit in der Schaukäserei erleben. Mir wird auch oft gesagt, dass der Betrieb heute von aussen mehr wahrgenommen wird als früher. Ausserdem hatte ich ein tolles Team und durfte auch persönlich dazulernen. Letzteres beispielsweise deshalb, weil die Milch- und Käsebranche auch sehr politisch geprägt ist.

Was macht Evelyne Hennet als Nächstes? Das ist offen, ich freue mich auf die Zukunft und blicke dieser zuversichtlich entgegen. Schon als ich einst bei den Olma-Messen kündete, harrte ich der Dinge, die kommen. Und es kam gut. (rf)

Weitere Artikel