LESEREMPÖRUNG IM NETZ

"Monster", "Psycho", "So was von krank"

Das Ausserrhoder Kantonsgericht hat einen 31-Jährigen wegen Kindsmisshandlung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Zu milde, finden viele und machen ihrem Ärger auf Facebook Luft.
12.12.2017 | 15:16
ALEXANDRA PAVLOVIC
Brutal geschüttelt, geohrfeigt, bis Blut aus Mund und Nase trat, den Fuss mit heissem Wasser verbrüht oder Bier eingeflösst - die Liste der Misshandlungen eines Kleinkindes liest sich wie das Drehbuch zu einem Horrorfilm. Mit dem Unterschied, dass sich die Vorfälle wirklich zugetragen haben. Am Montag verhandelte das Ausserrhoder Kantonsgericht den Prozess eines 31-jährigen Mannes, der den einjährigen Sohn seiner Partnerin zwei Monate lang brutal gequält und misshandelt. Dafür hat ihn das Gericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Es verzichtete sowohl auf eine stationäre Massnahme wie auch auf eine Verwahrung.
 

"Jämmerliche Kreatur"

Verständnis für das Urteil hat kaum jemand. Dementsprechend gross ist die Empörung in den sozialen Medien. "Lachhaft", "Ich bin sprachlos! Ganze 5 (fünf!) Jahre Zuchthaus für dieses Monster! Der Kerl müsste für mindestens 20 Jahre aus dem Verkehr gezogen werden [...]", "Geht's eigentlich noch? Fünf Jahre sind viel zu wenig [...]" - kommentieren einige User auf Facebook.

Viele gehen noch weiter und fordern härtere Massnahmen. Von Verwahrung, Sterilisation oder gar der Todesstrafe ist die Rede. Andere finden: "Wenn er Charakter hätte, hätte er so etwas nie gemacht! Was für eine jämmerliche Kreatur muss das sein." oder sagen auch, "So was von krank, was für ein Psycho."
 

"Arbeitslager, das hilft!"

Auch über die Richter regen sich einige auf und bezeichnen diese als "Hinterwäldler". Ein User fragt sich, was für Rechte ein Mensch noch bekommen soll, der einem wehrloses Kleinkind das Leben zerstört. Die Frage beantwortet ein anderer: "Arbeitslager, das hilft!".

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