STEIN

Endstation Himmelsleiter

Der Wanderweg hinab zum Badeplatz Strom ist gesperrt. Ein Erdrutsch hat eine Brücke beschädigt. Der Zivilschutz wird den Weg sanieren. Das Gelände ist anspruchsvoll.
12.04.2018 | 05:20
Mea Mc Ghee

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch

«Weg gesperrt, Passage inderdit, Passagio proibito, No tresspassing», heisst es auf einer roten Warntafel am Wegweiser bei der Hauptstrasse unterhalb der «Rose» Stein. Und spätestens am Waldrand unten, beim rot-weissen Absperrband und einem weiteren Warnschild, wird dem Wanderer klar: bis hierher und nicht weiter! Momentan kann der Badeplatz Strom am Zusammenfluss von Sitter und Rotbach nicht über den Pfad via Himmelsleiter erreicht werden.

«Ein Erdrutsch hat eine Brücke, die über ein Tobel führt, verschoben und beschädigt», sagt der zuständige Steiner Gemeinderat Ernst Heeb. Die Gemeinde ist verpflichtet, das Wanderwegnetz zu pflegen und aufrecht zu halten. Aufgrund der zu erwartenden anspruchsvollen Sanierungsarbeiten habe man ein Gesuch um Unterstützung durch den Zivilschutz gestellt. Seitens der Gemeinde sei man froh und dankbar um diese Dienstleistung. Bei einem Augenschein stellte Georg Schmidt, Kommandant der Kompanie 2 des Ausserrhoder Zivilschutzes, fest, dass infolge des Sturms Burglind zahlreiche Äste im Weg liegen.

Der Fels wurde bereits gesäubert

Schmidt erklärt, man habe geprüft, ob die Instandstellungsarbeiten am Wanderweg im Rahmen der jährlich zwei Zivilschutzeinsätze zu Gunsten der Gemeinschaft durchgeführt werden könnten. Nachdem der Bund das Gesuch bewilligt hat, wird nun eine Gruppe Zivilschützer voraussichtlich ab dem 23. April im Rahmen ihrer Weiterbildung den Wanderweg sanieren, Tritte ausbessern, die Stahlbrücke reparieren und wieder sauber verankern. Vorgängig wurde der Fels durch spezialisierte Höhenarbeiter gesäubert, was der Sicherheit der Wanderer und Zivilschützer dient.

Der Einsatz im anspruchsvollen Gelände stellt einige Anforderungen an die Zivilschützer. Es werde eine Seilsicherung nötig sein. Aufwendig sei auch der Materialtransport ins steile Waldgebiet. Wo möglich, werde man Seilzüge installieren. Kommandant Schmidt rechnet für die Arbeiten mit rund drei bis vier Einsatztagen einer Gruppe mit sechs oder sieben Zivilschützern.

Wenn alles planmässig verläuft, sollte der Wanderweg von Schedlern hinab ins Gmündentobel ab Ende April wieder zugänglich sein. Im Herbst könnte dann in einer zweiten Etappe der Weg unterhalb besagter Brücke durch den Zivilschutz saniert werden.

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