WALZENHAUSEN

Durchgangszentrum «Sonneblick»: Kanton und Stiftung legen Rekurs ein

Die Stiftung «Sonneblick Walzenhausen» und der Kanton erheben Rekurs gegen den ablehnenden Entscheid der Baubewilligungskommission Walzenhausen. Die Kommission hatte das Gesuch zur Nutzungsänderung - damit hätte das «Sonneblick» als Durchgangszentrum betrieben werden können - abgelehnt.
07.09.2017 | 10:02
Am 26. September 2016 reichten die Stiftung «Sonneblick» als Eigentümerin und der Kanton als Mieter und Projektverfasser, ein Gesuch bei der Baubewilligungskommission von Walzenhausen ein. Beantragt wurde eine Nutzungsänderung, um den «Sonneblick» als Asyl-Durchgangszentrum betreiben zu können, und die Bewilligung kleiner baulicher Massnahmen. Mit Entscheid vom 15. August lehnte die zuständige Behörde das Gesuch ab.
 
Wie der Kanton Appenzell Ausserrhoden nun mitteilt, hat die Bauherrschaft den Entscheid sorgfältig geprüft und nun fristgerecht dagegen Rekurs beim Departement Bau und Volkswirtschaft erhoben.
 
Im Frühsommer 2016 gaben die Stiftung als Eigentümerin und der Kanton Appenzell Ausserrhoden bekannt, dass der «Sonneblick» in Walzenhausen als neues Asyl-Durchgangszentrum genutzt werden soll. Sie schlossen dafür einen Mietvertrag ab. Im «Sonneblick» sollen 80 Asylsuchende für jeweils etwa sechs Monate untergebracht werden. Weiter vereinbarte der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit dem Kanton St.Gallen den gemeinsamen Betrieb des Zentrums. Die Kantone beabsichtigen damit, die erfolgreiche Zusammenarbeit vom Asyl-Durchgangszentrum «Landegg» fortzuführen.

Die Chronologie der Ereignisse und weitere Informationen zum Projekt finden sich im Dossier «Sonneblick» auf www.ar.ch/asyl. (pd/red.)
 
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