• Seit Jahrzehnten erfolgreich: Stixi und Sonja.
    Seit Jahrzehnten erfolgreich: Stixi und Sonja. (Mareycke Frehner)
16.03.2017 | 08:45

Sänger Stixi hat Ärger mit der St.Galler Stadtpolizei


PARKBUSSE ⋅ Der Herisauer Volksmusik-Sänger Stixi hat in St.Gallen eine Busse kassiert - obwohl er angeblich fünf Franken fürs Parkieren bezahlt hatte. Nun ist er verärgert. Die Stadtpolizei ihrerseits winkt ab.

An der Seite seiner Partnerin Sonja sorgt der Herisauer Sänger Stixi seit Jahrzehnten für gute Laune bei den Freunden volkstümlicher Musik. Nun ist dem 51-Jährigen das Lachen aber vergangen. Auslöser: Eine Parkbusse von 40 Franken, die er in der Stadt St.Gallen kassiert hat und die ihm nun nach eigenen Aussagen den Schlaf raubt.

Fünfliber kam angeblich immer wieder raus
"Ich kann nicht mehr schlafen, so aufgewühlt bin ich", vertraute Stixi dem "Blick" an. Er hatte am vergangenen Samstag mit seinem neunjährigen Sohn Fussball spielen wollen und seinen Wagen an der Gründenstrasse in St.Gallen parkiert. Nach eigener Aussage warf er einen Fünfliber in die entsprechende Parkuhr, doch die Münze sei immer wieder aus dem Automaten gekommen. Schliesslich habe er das Geldstück in eine andere Parkuhr geworfen. "Die nahm das Geld an, warf aber kein Ticket aus", so Stixi. Daraufhin sei er mit seinem Sohn spielen gegangen.

Polizistin glaubt Stixi kein Wort
In der Folge bemerkte Stixi, wie eine Polizistin gerade dabei war, einen Bussenzettel an seinem Wagen anzubringen. "Sie sagte nur, sie glaube mir kein Wort, als ich ihr den Sachverhalt erklärte", sagt Stixi.

Roman Kohler, Leiter Kommunikation bei der Stadtpolizei, sagt seinerseits, im erwähnten Fall hätte Stixi die Polizei über die angeblich defekte Parkuhr informieren müssen. Im Nachhinein sei es kaum noch möglich nachzuvollziehen, wer wann was bezahlt habe. Zudem gebe es keine weiteren Meldungen, wonach die Parkuhren an der Gründenstrasse zur erwähnten Zeit defekt gewesen seien - "andere Personen konnten zur selben Zeit an den Parkuhren bezahlen", so Kohler.

"Wie hätte ich das wissen sollen?"
Laut dem "Blick" will Stixi die Parkbusse von 40 Franken trotz seines Ärgers begleichen. Er frage sich aber, woher er hätte wissen sollen, dass er die Polizei hätte anrufen müssen - "das steht ja nirgends". (red.)

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

In einem ähnlichen Fall 2014 hat sich die St.Galler Stadtpolizei auch schon kulant gezeigt – wenn auch erst nach fast zwei Monaten, einem Besuch bei der Stadtpolizei und einem Beschwerdebrief. Damals hatte eine Autofahrerin an der Hinteren Poststrasse parkiert und wenige Meter weiter, bei der Parkuhr im Bienengässlein, ein Ticket gelöst, welches sie hinter der Windschutzsscheibe auf das Armaturenbrett legte. Trotzdem entdeckte sie bei ihrer Rückkehr einen Bussenzettel unter dem Scheibenwischer. Zwei Gassen weiter traf sie auf die dafür verantwortliche Verkehrsangestellte und stellte diese zur Rede. Die Beamtin erklärte ihr, dass sie an der falschen Parkuhr bezahlt habe: Die Autofahrerin hatte auf einem numerierten Feld parkiert, wo kein Ticket nötig gewesen wäre.

Die Frau stattete daraufhin der Stadtpolizei einen Besuch ab, schilderte die Situation und hinterlegte ihr Parkticket. Drei Wochen später kam die Antwort: Die Busse müsse bezahlt werden. Die Autofahrerin schrieb den Beschwerdebrief.

Die Stadtpolizei sei in solchen Fällen grundsätzlich kulant,  erklärte ein Sprecher in der Folge . Allerdings habe sich im Auto gemäss der Verkehrsangestellten gar kein Ticket gefunden – es stand Aussage gegen Aussage, zumal die Autofahrerin ihr Parkticket bei der Polizei abgegeben hatte.

Wiederum Wochen später erhielt sie einen Brief von Stadtpolizei-Kommandant Ralph Hurni persönlich, wonach sie die Busse dann doch nicht zu bezahlen hatte. Das angeblich fehlende Ticket wurde darin nicht erwähnt. Auf Nachfrage präzisierte der Polizeisprecher, dass die Frau beweisen konnte, dass sie ein Ticket gelöst hatte. Die Polizei müsse in solchen Fällen Vorsicht walten lassen, da dreiste Autofahrer oft versuchten, sich durchzumogeln.

Sogar das Bundesgericht hat schon über einen Fall Urteilen müssen, in dem ein Autofahrer für das falsche Parkfeld bezahlt hatte. Der Urner musste seine Busse dann aber trotzdem begleichen: Die Bedienung einer Parkuhr sei keine Hexerei und es sei ein leichtes zu behaupten, man habe sich vertippt. (jw)

Kommentare
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geschrieben am 16.03.2017 11:00 | von stan

Oje der Arme, aber immerhin wieder einmal ein wertfreier Artikel für das Familienalbum. Glanz(los) und Gloria im Tagblatt.

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geschrieben am 16.03.2017 11:36 | von nabru

Es steht auch nirgends dass man die Hosen öffnen muss beim pinkeln und trotzdem weiss man es zwinkern

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aufgewühlt wegen 40 Franken?
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geschrieben am 16.03.2017 11:49 | von Stadtschreiberin

Sich wegen 40 Franken dermassen aufzuregen, dass man nicht mehr schlafen kann, ist schlecht für die Gesundheit. Deswegen das Tagblatt zu informieren, ist schlecht fürs Image.

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Keine Shnung von Medien
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geschrieben am 16.03.2017 15:46 | von MitDenker

Also an alle... lest doch den Aktikel grüntlich durch, dann würdet ihr sehen das sich der Stixi nicht beim Tagblatt beschwert hat, sondern es im Blick stand! Zudem weiss man ja was der Blick selbst erfindet & eh immer nur die halbe Wahrheit drin steht! Ich wusste auch nicht das man sich melden muss bei Störungen & habe aus dem Artikel gelernt.

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geschrieben am 16.03.2017 14:40 | von MitdenkerSG

Mein "Stixi Fotobuch" mein Leben!
Was Schlagersänger nicht alles tun muss um Gratiswerbung für den Namen zu bekommen.
Hab den vorher nicht gekannt, ist aber auch nicht not-wendig den weiter kennen zu lernen.

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geschrieben am 16.03.2017 17:32 | von niklausi

Der Arme wegen 40.-Fr. nicht schlafen zu können ist tragisch aber nicht Lebensbedrohlich,Busse bezahlen ohne Kommentar und wieder gut schlafen so einfach geht das.Der aufwand für die Busse zu anulieren ist grösser und zeitaufwendiger als wegen dem ein Theater machen,aber war gute Werbung für Stixi und erst noch Gratis dank Blick

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geschrieben am 16.03.2017 19:09 | von chrigel66

" . . gute Werbung für Stixi . ."
DAS IST ES ZWEIFELLOS, nur eben auf dem ABSOLUTEN NULLPUNKT, bei minus 273,15 Grad Celsius, wo KEIN Teilchen mehr eine Bewegungsenergie haben kann.
MEINER Ansicht nach MUSS seine Aufregung wegen dieser 40 Franken- Lappalie durch fehlende Einnahmen seiner "Musik" begründet sein.
Einzig DIES ist für mich zu 100% nachvollziehbar.

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geschrieben am 17.03.2017 05:39 | von wasi53

Juhui,endlich wiedereinmal in der Presse.....

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