JPMorgan-Chef Dimon: "Wer mit Bitcoin handelt, ist dumm"

  • Der CEO der US-Grossbank JMorgan Chase, Jamie Dimon, ist kein Freund der Cyberwährung.
    Der CEO der US-Grossbank JMorgan Chase, Jamie Dimon, ist kein Freund der Cyberwährung. (KEYSTONE/EPA/MATTHEW CAVANAUGH)
13.09.2017 | 01:50

BANKEN ⋅ Der Chef der US-Grossbank JPMorgan Chase hat die Kryptowährung Bitcoin als Betrug bezeichnet. Bei einer Rede auf einer Investoren-Konferenz sagte Jamie Dimon, dass die digitale Währung nicht funktionieren werde, da sie praktisch aus dem Nichts entstanden sei.

Für Käufer der Währung prognostizierte der Bankchef am Anlass in New York grosse Verluste. Bitcoin werde in einem Crash enden. Sollte einer seiner Mitarbeiter mit der Kryptowährung handeln, würde er diesen sofort feuern. Das habe zwei Gründe: Es verstosse zum einen gegen die eigenen Regeln der Bank und zum anderen seien solche Personen dumm. Beides sei gefährlich für das Geldhaus.

Bitcoin stand in den vergangenen Jahren oft im Rampenlicht - allerdings vor allem wegen Betrugsvorwürfen, Börsenpleiten und des Verdachts auf Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Seit einigen Monaten erfreut sich das Cybergeld aber zunehmender Beliebtheit.

Starker Preisanstieg

Der Preis für ein Bitcoin hat sich seit Jahresbeginn verfünffacht. Bitcoin können an bestimmten Börsen jederzeit in bares Geld umgetauscht werden. Die digitale Währung wurde vor knapp zehn Jahren von einer Person oder Personengruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt.

Die Zeitung "Caixin" hatte allerdings am Freitag berichtet, Aufsichtsbehörden des Landes erwögen die Schliessung von Handelsplattformen für Devisen wie Bitcoin. Der Kurs der mit Abstand grössten von Computern geschaffenen Währung rutschte daraufhin auf der Handelsplattform Bitstamp um rund fünf Prozent ab. Am Dienstag wurde er mit 4118 Dollar gehandelt. Anfang September hatten Bitcoins noch ein Rekordhoch von fast 5000 Dollar erreicht.

Anonym handeln

Den chinesischen Börsen zufolge laufen 90 Prozent des weltweiten Handels mit Cyber-Währungen über ihre Plattformen. Für diese Währungen steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen. Da die Cyber-Währungen zudem schnell und anonym rund um die Welt transferiert werden können, sind sie unter anderem für Akteure besonders interessant, die sich Kapitalkontrollen entziehen wollen. (sda/reu)

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