UBS ersetzt "Paymit" mit "Twint"

  • UBS ersetzt als eine der ersten Banken ihre eigene Handy-Bezahl-App mit der UBS-Twint-App.
    UBS ersetzt als eine der ersten Banken ihre eigene Handy-Bezahl-App mit der UBS-Twint-App. (Keystone/ENNIO LEANZA)
21.04.2017 | 15:53

ZAHLUNGSVERKEHR ⋅ Lange mussten sie sich gedulden: Seit Freitag können UBS-Kundinnen und -Kunden ihre Rechnungen nun mit der neuen Handybezahl-App "UBS Twint" begleichen. Login-Probleme während zwei Stunden trübten den Auftakt leicht.

Nach Angaben von UBS-Sprecher Markus Germann kam es gegen Mittag während zweier Stunden zu Login-Schwierigkeiten. Die Probleme seien auf Grund einer Überlastung aufgetreten, hätten aber gelöst werden können, sagte Germann gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Zeitung "Blick" hatte zuvor auf ihrer Internetseite von Problemen mit der neuen App berichtet.

Die Twint-App ist die Schweizer Antwort auf Apple Pay bei den sogenannten Mobile-Payment-Lösungen. Neben Bezahlungen bei Händlern, Automaten und Online-Shops bietet die App auch die Möglichkeit, Geldbeträge direkt an andere Personen zu überweisen (P2P).

UBS hat die App als eine der ersten Schweizer Banken übernommen. Danach sollen die ZKB Twint und die bankenunabhängige Twint App folgen. Bei UBS ersetzt die App die eigene Mobile-Payment-Lösung Paymit. Deren bisherige Nutzer wurden auf die neue App migriert.

Gemäss der Grossbank kann die App zur Zeit für Zahlungen an rund 25'000 Verkaufsstellen, 600 Poststellen, 1000 Online-Shops und 2500 Selecta-Automaten eingesetzt werden. In den nächsten Wochen und Monaten erwartet die UBS eine weitere Erhöhung der Einsatzmöglichkeiten.

Holpriger Start

Der Start der Twint-App hatte sich mehrmals verzögert. Ursprünglich hätte sie bereits im Januar aufgeschaltet werden sollen, dann hatten die Verantwortlichen einen Start im April angepeilt. Twint hatte nach eigenen Angaben eigentlich mit dem Zusammenführen von fünf bis zehn Banken gerechnet, dann wurden es über 30 Banken und zahlreiche Händler - darunter Coop, Migros, Denner, Landi, Lidl oder die Onlinehändler galaxus.ch und digitec.ch.

Der Nachteil der Twint-App ist, dass Apple der Konkurrenz auf dem iPhone den Zugang über den Kurzfunktechnologie NFC blockiert, die die schnellste und einfachste Technologie zum kontaktlosen Bezahlen ist.

Die NFC-Schnittstelle beansprucht Apple exklusiv für den eigenen Handybezahldienst Apple Pay, der in der Schweiz im vergangenen Juli gestartet ist. Twint muss deshalb auf das Einlesen von QR-Codes oder die Bluetooth-Übertragungstechnik ausweichen. Das verlängert den Bezahlvorgang deutlich. (sda)

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