Wenn 7,5 Tonnen Stahl über den Gleisen schweben

  • In der Nacht auf Montag ist beim Bahnhof in Winterthur eines der schweizweit grössten Fahrleitungsjoche montiert worden. Der Metallkoloss erstreckt sich über acht Gleise und ist 44,5 Meter lang.
    In der Nacht auf Montag ist beim Bahnhof in Winterthur eines der schweizweit grössten Fahrleitungsjoche montiert worden. Der Metallkoloss erstreckt sich über acht Gleise und ist 44,5 Meter lang. (SBB)
20.03.2017 | 11:59

BAHN ⋅ Am Bahnhof Winterthur ist in der Nacht auf Montag eines der schweizweit grössten Fahrleitungsjoche montiert worden. In knapp viereinhalb Stunden war der 44,5 Meter lange Metallkoloss eingebaut.

15 Montagearbeiter, ein Schienenkran und fünf Montagefahrzeuge justierten das 7,5 Tonnen schwere Joch am nordöstlichen Ende der Perrons quer über die acht Gleise, wie die SBB mitteilte. Mit 44,5 Metern sei das Joch 4,5 Meter länger als die Standardlänge und damit ein Unikat auf dem Netz der SBB.

Eine der Herausforderungen war der Transport des Jochs in einem Stück. Der aus vier Elementen gefertigte Stahlkoloss wurde in Aarberg BE zusammengeschraubt und von dort aus mit einem Spezialtransport auf der Schiene nach Winterthur geliefert.

An Gurten befestigt, hob der Kran das Joch parallel zu den Gleisen bis über die Fahrleitungen an, ohne dabei die höher liegenden Versorgungsleitungen zu touchieren. Danach wurde es um 90 Grad gedreht und auf die beiden vorab erstellten Masten neben den beiden äusseren Gleisen abgesetzt.

Fahrleitungsjoche dienen zur Befestigung von Fahrleitungen. Mittels Jochaufsätzen können zudem die höher liegenden Versorgungsleitungen darauf abgestützt werden. Grund für die Montage des neuen Jochs in Winterthur war die Verschiebung des Gleises 2. Der Bahnhof wird bis Ende 2018 ausgebaut. (sda)

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