Kuoni verkauft GTA

  • Kuoni schrumpft weiter. GTA wird verkauft. (Symbolbild)
    Kuoni schrumpft weiter. GTA wird verkauft. (Symbolbild) (KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
21.04.2017 | 11:13

TOURISMUS ⋅ Der Reisedienstleister Kuoni verkauft einen seiner drei Kernbereiche. Das britische Onlinereisebüro GTA soll an die Hotelbeds Group übergehen.

Den Verkaufspreis nennt Kuoni nicht. Bezahlt wird in Aktien und in bar. Die Aktionäre von Kuoni werden ein Grossteil ihrer Anteile übergeben, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Die Aktionäre von Kuoni sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT, die Kuoni und Hugentobler-Stiftung sowie einige Mitglieder des Managements.

Die Kuoni Group wurde 2016 an die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT verkauft und umgebaut. Kuoni besteht seither noch aus drei Teilen: In Dubai werden im Auftrag von Regierungen Visa-Anträge bearbeitet. Von London aus bietet Kuoni mit GTA Dienstleistungen wie Übernachtungen, Transfers oder Exkursionen für andere Reiseunternehmen an. Und von Zürich aus werden Gruppenreisen meist an asiatische Reiseveranstalter verkauft. Nach dem Verkauf von GTA wird Kuoni noch zwei Kernbereiche haben.

Der frühere Kuoni-Konzern hatte Gullivers Travel Associates (GTA) 2011 gekauft. Es war mit 654 Millionen Franken der grösste Kauf in der Firmengeschichte. Der Umsatz wuchs daraufhin zum ersten Mal über die Grenze von 5 Milliarden Franken. Im vergangenen Jahr erzielte das Geschäft einen Bruttogewinn von 204 Millionen Franken. Das ist mehr als ein Drittel des Bruttogewinns der verbleibenden Kuoni-Gruppe.

Bei der Hotelbeds Group passt GTA zur Wachstumsstrategie, wie die Gruppe in einer separaten Mitteilung am Freitag mitteilt. GTA sei bereits gut präsent in den Wachstumsmärkten Asien und Nahost. Im Frühling hatte die Hotelbeds Group bereits die Tourico Holidays gekauft.

Die Hoteldbeds Group gehört der Investmentgesellschaft der kanadischen Pensionskasse Cinven and Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB). Das ist einer der weltweit grössten Pensionsfonds. Er hatte im vergangenen Jahr auch einen Anteil des Agrargeschäfts des Rohstoffgiganten Glencore gekauft. (sda)

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