• Wer die Grenze zur Schweiz überquert, tut dies in den häufigsten Fällen in der Freizeit.
    Wer die Grenze zur Schweiz überquert, tut dies in den häufigsten Fällen in der Freizeit. (KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
16.03.2017 | 13:29

Grenzübertritt meist in der Freizeit


VERKEHR ⋅ Rund 2,2 Millionen Menschen haben 2015 jeden Tag im Zug und auf der Strasse die Schweizer Grenze überquert. Zudem passierten 110'000 Personen täglich die Alpenübergänge. Hauptzweck der Fahrten war der Freizeitverkehr.

Der Löwenanteil der Grenzübertritte geschieht auf der Strasse: 2015 wurden an den Zollstellen pro Tag 2,1 Millionen Personen in 1,1 Millionen Motorfahrzeugen gezählt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. 85'000 Grenzquerungen wurden im Schienenverkehr registriert.

Mit über einem Drittel der einreisenden Fahrzeuge wurde 2015 die französisch-schweizerische Grenze am häufigsten frequentiert. Gut ein Fünftel des Einreiseverkehrs kam aus Deutschland.

Als wichtigster Grund für die Grenzübertritte wurden in der Erhebung des BFS Freizeitaktivitäten genannt. Auf sie entfielen rund 40 Prozent der Fahrzeuge, auf das Pendeln knapp ein Drittel. Ein Viertel des gesamten Grenzverkehrs kann dem Einkaufstourismus zugeschrieben werden.

Je nach Herkunftsland gibt es allerdings Unterschiede: Während 44 Prozent der Schweizer Fahrzeuge die Grenze zu Freizeitzwecken und fast ebenso viele zu Einkaufszwecken passierten, stand bei den im Ausland immatrikulierten Fahrzeugen mit 40 Prozent das Pendeln an der Spitze.

Auf der Schiene wurde das grösste Verkehrsvolumen im Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz verzeichnet (39 Prozent des Gesamtverkehrs). Die Hälfte der Zugfahrgäste nannte als Fahrtzweck die Freizeit, 27 Prozent das Pendeln.

Verkehrsmagnet Gotthardtunnel

Die Schweizer Alpen wurden 2015 im Tagesdurchschnitt von 93'400 Personen in 35'200 Fahrzeugen überquert, wie das BFS weiter schreibt. Die Hälfte der Fahrzeuge hatte schweizerische Kontrollschilder, fast ein Viertel italienische und 15 Prozent deutsche.

Der Gotthardtunnel allein schluckte gegen 40 Prozent des alpenquerenden Strassenverkehrs. An zweiter Stelle folgte der San-Bernardino-Tunnel mit einem Anteil von einem Sechstel. Beinahe drei Viertel der Alpenquerungen auf der Strasse dienten Freizeitzwecken, ein Achtel dem Geschäft.

Auch bei den Alpenquerungen auf der Schiene stand die Freizeit im klar im Vordergrund (70 Prozent). Mehr als die Hälfte der täglich rund 16'300 Bahnbenützer wählten den Gotthard als Weg durch die Alpen, ein gutes Drittel den Simplon. (sda)

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