Neues "Como-Camp" soll verhindert werden

  • Bilder, die sich nicht wiederholen sollen: Campierende Flüchtlinge am Bahnhof von Como im vergangenen Jahr. In diesem Sommer scheint die Lage entspannter. (Archivbild)
    Bilder, die sich nicht wiederholen sollen: Campierende Flüchtlinge am Bahnhof von Como im vergangenen Jahr. In diesem Sommer scheint die Lage entspannter. (Archivbild) (KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA)
14.07.2017 | 11:37

MIGRATION ⋅ Vor gut einem Jahr geriet die italienische Grenzstadt Como international in die Schlagzeilen, weil am Bahnhof hunderte Migranten strandeten und dort campierten. In diesem Sommer ist die Lage laut Caritas weniger angespannt - das kann sich jedoch rasch ändern.

Szenen wie im vergangenen Jahr, als Hunderte von Menschen am Bahnhofpark von Como campierten, dürften sich in diesen Monaten sehr wahrscheinlich nicht wiederholen, wie Roberto Bernasconi gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Er ist Diakon und Direktor der Caritas in Como und nimmt in der Flüchtlingsbetreuung der Stadt eine tragende Rolle ein.

Momentan sei die Situation "weniger besorgniserregend" als im vergangenen Jahr, als besonders viele minderjährige Flüchtlinge in der Grenzstadt gestrandet seien. Zugleich stosse man aber bei der Aufnahme von Neuankömmlingen aus dem Süden an Kapazitätsgrenzen. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat ermittelt, dass im ersten Halbjahr 2017 die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Italien um 21 Prozent gestiegen ist. Verglichen wurde der Vorjahreszeitraum 2016.

Auffangzentrum stark ausgelastet

Wenn in diesem Jahr die Lage in Como zumindest nach aussen entspannter erscheint, dann liegt das auch an den Massnahmen, die Präfektur und Stadt ergriffen haben. Zum einen patrouillieren Polizeikräfte regelmässig am Bahnhof. Zum anderen wurde im vergangenen Herbst rund zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt ein Auffangzentrum eingerichtet, das seither vom Roten Kreuz betrieben wird.

Dort sind laut Bernasconi aktuell durchschnittlich 300 Personen untergebracht. Sie würden nach einer gewissen Zeit auf andere Einrichtungen in der Region verteilt. Auch wenn der Zustrom aus Süden in diesen Monaten sogar noch grösser geworden sei, bedeute dies nicht zwangsläufig, dass auch mehr Menschen den Weg in Richtung Schweiz und Nordeuropa suchen würden.

Diese Bewegungen sind gemäss Bernasconi schwer zu durchschauen - manchmal reiche das Gerücht von offenen Grenzen in Richtung Norden aus, um die verzweifelten Menschen zu mobilisieren. Weit angespannter sei derzeit die Lage an der Grenze zwischen Italien und Frankreich in Ventimiglia. An dieser Ausgangslage könne sich aber wöchentlich etwas ändern, sagte Bernasconi.

Juso-Kundgebung an der Südgrenze

Für die Situation der Flüchtlinge an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien gelte das Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn", sagte Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Nur weil die geflüchteten Menschen nicht mehr so sichtbar seien wie im vergangenen Jahr, heisse das nicht, dass ihre Probleme gelöst seien - im Gegenteil. (sda)

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geschrieben am 14.07.2017 14:06 | von Boris Kerzenmacher

Niemand zwingt Italien dazu, die Schlepperboote der sogenannten NGOs von seinen Häfen aus agieren zu lassen. Und niemand zwingt Italien dazu, Boote mit angeblichen "Flüchtlingen" in italienische Häfen einlaufen zu lassen. Italien hat eine starke Marine, sie könnte das verhindern, wenn es den politischen Willen dazu gäbe. Die NGOs müssten dann halt die angeblichen "Flüchtlinge" über Gibraltar direkt nach Rotterdam oder Hamburg bringen und dann wieder zurück fahren. Auch das wäre sicherlich machbar.
Das Problem ist einfach, dass Italien sich als Opfer darstellen will und am liebsten alle Flüchtlinge sofort nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz durchwinken möchte. Aber so einfach funktioniert das inzwischen nicht mehr.

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geschrieben am 14.07.2017 14:30 | von christine weiss

Italien will sich nicht "als Opfer darstellen" - es ist das Opfer des Dublin-Übereinkommens, das zu Zeiten geschlossen wurde, als die Flüchtlingszahlen viel, viel kleiner waren. Italien und Griechenland werden von den andern Dublin-Staaten weitgehend mit dem Problem allein gelassen. Und doch, Italien muss die Boote mit geretteten Flüchtlingen in seine Häfen lassen - das sieht das internationale Seerecht so vor. (Aber was juckt Sie schon das Recht...) Es sei denn, es gäbe andere Häfen in der Region, die angelaufen werden könnten. Das ginge nur, wenn Frankreich seine Häfen öffnete. Tut es aber nicht. Es will Flüchtlinge erst übernehmen, wenn sie Italien registriert wurden.

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geschrieben am 14.07.2017 16:55 | von Fritz Jäger

Frau Weiss, Sie behaupten hier wieder einmal,wie üblich bei Ihnen, irgendwelchen Blödsinn. 1.Es steht nirgends im int. Seerecht, das irgend ein Staat ein Schiff,auch nicht mit Flüchtlingen an Bord, in seine Seehäfen, ja ncht einmal in seine Hoheitsgewässer, lassen muss. 2.Italien ist tatsächlich selber Schuld, es könnte diese Einwanderung schon längstens beenden. Das Dublinabkommen hat überhaupt nichts mit dem verteilen von Flüchtlingen zu tun, sondern ist ein Rücknahmeabkommen. 3.Es sind nur die EU-Luschen, zusammen mit unserer Mutter Theresa, die glauben, alle Staaten müssen diese Migranten übernehmen. 95% sind sowieso keine Flüchtlinge, die übers Mittelmeer kommen, sondern schlicht und einfach, illegale Einwanderer, die man nicht einmal in die Schweiz einreisen lassen müsste, weil sie aus einem sicheren Drittstaat kommen.Früher oder später wird es in ganz Europa, inkl. der Schweiz, zu grossen Unruhen kommen, weil das so nicht weitergehen kann.Europa kann nicht ganz Afrika aufnehmen.

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geschrieben am 14.07.2017 19:53 | von Willi Frischknecht

Denn entsprechenden Seerechtartikel können sie uns aber schon nennen, wenn es diesen denn überhaupt gibt. Der nächste sichere Hafen wäre dann übrigens wieder in Libyen und nicht in Italien. Wenn ihre Aussage stimmt verstösst Frankreich also gegen das internationale Seerecht?

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geschrieben am 15.07.2017 10:25 | von christine weiss

Teil 3:Nach UN-Seerecht kann ein Staat die Einfahrt in seine Gewässer verweigern, wenn „das Entladen von Personen“ die Einreisegesetze des Küstenstaates verletzt. Deshalb verstösst Frankreich eben nicht gegen das intern. Seerecht, weil bereits in Italien sichere Orte vorhanden sind, wo Gerettete hingebracht werden können.
Und jetzt noch zum Dublin-Abkommen: Dieses regelt vor allem, wer für die Behandlung eines Asylgesuchs zuständig ist – nämlich innerhalb des Schengen/Dublin-Raums jener Staat, in dem sich der Flüchtling zuerst aufhielt. Das sind logischerweise vor allem Staaten an der Aussengrenze dieses Raumes – also z.B. Griechenland und Italien. Hingegen sind die „innenliegenden“ Staaten weitgehend fein raus – es sei denn, es kommt mal ein Flüchtling per Flugzeug und landet direkt aus z.B. aus Kabul kommend in Zürich oder Köln.

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geschrieben am 15.07.2017 12:54 | von Fritz Jäger

Teil eins: Sie verwechseln wieder Äpfel mit Birnen. Das int. Seerecht besagt lediglich, dass Schiffe verpflichtet sind, bei Schiffsbruch, Passagiere und Besatzungen aufnehmen zu müssen. Nach internationalem Seerecht (Genfer Abkommen II von 1949) sind alle Schiffe dazu verpflichtet, ihre Fahrt zu unterbrechen, um Schiffbrüchige aufzunehmen. Was ein sicherer Hafen ist, bestimmt nicht der EGMR,, sichere Häfen sind auch in Lybien, Ägypten oder sonst wo in Afrika, es muss nicht Europa sein. Auch die GFK bestimmt nicht, was ein sicherer Hafen ist, weil gerade in diesen Fällen die Aufgenommenen gar keine Flüchtlinge (nach GFK), sind. Und nochmals, jeder Staat kann das Einlaufen in einen Seehafen bewilligen oder eben nicht bewilligen. Da hat der EGMR überhaupt nichts zu sagen. Und noch extra für Sie: Schiffbruch ist ein Unglück mit einem Schiff auf dem Wasser, bei dem das Wasserfahrzeug in Seenot geraten ist und aufgegeben werden muss.

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geschrieben am 15.07.2017 13:08 | von Fritz Jäger

Teil 2: Ursachen hierfür sind u. a. Havarie, Kentern, Stranden,Auflaufen auf Felsen oder Riffe,Untiefen, schwere Schäden(z. B. Feuer,Leck)oder Verwicklung in Tang (siehe Sargassomeer). Die Passagiere und die Schiffsbesatzung müssen sich retten und Hilfe holen. Sie gelten als Schiffbrüchige. Es steht aber nirgens im int. Seerecht, dass diese illegalen Migranten mit Flugzeugen aufgespürt und dann mit Schiffen nach Europa zu bringen sind. In Lybien, Ägypten und Tunesien überhaupt nicht zu sagen.Der Art. 98 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen besagt nur,eder Staat verpflichtet den Kapitän eines seine Flagge führenden Schiffes, jeder Person, die auf See in Lebensgefahr angetroffen wird, Hilfe zu leisten. Nirgens steht,diese Geretteten müssen nach Italien oder sonstwo nach Europa gebracht werden.Das was Sie beschreiben sind alles Wünsche des EGMR,der GFK und eines Teils der EU,aber es gibt kein Gesetz dazu.Das was im Mittelmeer geschieht, ist reine Unterstützung der Schlepper.

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geschrieben am 15.07.2017 15:26 | von christine weiss

Sie wollten Quellen, aber Sie haben keine Lust, diese dann auch zu lesen. Doch, die Übereinkommen von IMO über UN bis zum Seerettungsübereinkommen, halten ausdrücklich fest, dass die Verpflichtung zur Rettung und zur Ausschiffung auch für Flüchtlinge gilt und auch, wenn diese in grosser Zahl aufgenommen werden müssen. Mit Art. 98 des UN-Seerechts haben Sie völlig recht - nur bestehen die Regeln eben nicht nur aus diesem Paragrapfen. Und zur IMO gehören 176 Staaten, die die Übereinkommen unterzeichnet und anerkannt haben. Dazu gehört auch, dass der nächste Hafen auf der Schiffsstrecke angelaufen werden soll - wobei diese Regelung ursprünglich vor allem den Schiffen Aufwand sparen sollte. Und Menschenrechts- und Flüchtlingskonventionen wurden von allen EU-Staaten (und CH) unterschrieben. Dass das für Sie "Wunschkonzerte" sind, spricht nicht gegen deren Gültigkeit, nur für Ihre Weigerung rechtliche Regelungen anzuerkennen. Diese könnten geändert werden, aber noch gelten sie.

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geschrieben am 15.07.2017 15:39 | von christine weiss

Das internationale Übereinkommen über Such- und Rettungsdienst auf See (1979) legt fest, dass der Staat, der in einem Gebiet auf Hoher See für die Seenotrettung zuständig ist, auch organisieren muss, wo die Geretteten an einem für sie sicheren Ort an Land (oder auf ein anderes Schiff) gebracht werden können(müssen. Ausserhalb der Libyschen Hoheitgewässer ist Italien auf der Strecke Libyen-Italien (die von Flüchtlings-/Schlepperbooten genutzt wird) Italien für die Rettung zuständig. Libyen gilt nach bisheriger Lage (die nicht ich bestimme) nicht als sicherer Ort, deshalb dürfen die Flüchtlinge nicht dorthin zurück gebracht werden. Ob Gerettete Flüchtlinge oder Armutsmigranten sind, kann man erst feststellen, nachdem man ihre Fälle geprüft hat. Die Einzelfallprüfung wiederum ist durch die Flüchtlingskonvention vorgeschrieben. (Übrigens habe ich nicht verlangt, dass Europa "ganz Afrika" aufnehmen solle - ich verweise nur auf die Rechtslage, die aus mehr als einem Paragraphen besteht)

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geschrieben am 16.07.2017 10:06 | von Fritz Jäger

Frau Weiss,und weshalb soll Italien, ausserhalb der libyschen Gewässern für die Rettung zuständig sein? Diese Personen sind in internationalen Gewässern, es kann auch Libyen oder Ägypten zuständig sein, es muss nicht immer ein Staat von Europa sein. Dass Sie immer wieder Urteile des EGMR vorbringen ist bezeichnend, Libyen gilt nach diesem Gerichtshof als nicht sicher, aber der EGMR hat in Libyen, Ägypten oder Tunesien überhaupt nichts zu sagen. Im übrigen ist die IMO, die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, es ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die für die Sicherheit der Schifffahrt zuständig ist, und für die Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe. Aber sie hat mit Flüchtlingen überhaupt nichts am Hut. ich gebe Ihnen Recht, dass weder Sie noch ich und auch nicht der EGMR bestimmen was ein sicheres Land ist. Ob das richtige Flüchtlinge oder illegale Einwanderer sind, könnte man auch, z.B. in einem Hotspot in Libyen feststellen.

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geschrieben am 16.07.2017 11:14 | von christine weiss

Sie haben recht: der EGMR hat in Ägypten und Libyen nichts zu sagen. Nur ist laut Seerrettungsabkommen auf Hoher See vor Italien dieses für die Seerettung zuständig. Weder Libyen noch Ägypten und Tunesien sind Mitglieder des Seenotrettungs-Übereinkommens. Wenn die libysche Küstenwache Flüchtlinge aufnimmt, nimmt sie diese mit nach Libyen - nur rettet sie selten. Rettungen werden deshalb der ital. Seenotrettung gemeldet, die dann für die Organisation eines "sicheren Orts" zuständig ist. Dieser könnte auch ausserhalb Italiens liegen, wenn ein angefragter Staat bereit wäre, einen solchen innerhalb zumutbarer Distanz zur Verfügung zu stellen ("australisches Modell"). In Libyen kann der eben nicht liegen, weil Libyen derzeit nicht als "sicher gilt. Die IMO kümmert sich sehr wohl um das Vorgehen bei Rettungen auf See (steht im 1. Teil der dreiteiligen Antwort, u.a. in den Resolutionen MSC 167 und 896) und ich habe ein (1) Urteil des EGMR erwähnt. Und?

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geschrieben am 15.07.2017 14:09 | von Willi Frischknecht

Das meiste hat Herr Jäger ja schon beantwortet Frau Weiss. Da gibt es kaum etwas zuzufügen, die sogenannten NGOs operieren knapp ausserhalb der Libyschen Küstengewässer und nicht vor der italienischen Küste. Die Personen sind auch nicht aus Libyen geflüchtet, sondern das Land ist nur eine Durchreisestation und die Einreise war freiwillig.

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geschrieben am 15.07.2017 10:26 | von christine weiss

Teil 2: Es geht immer darum, dass alle Schiffe zur Hilfeleistung verpflichtet sind, diese dann aber den nächsten Hafen auf ihrer Route anfahren dürfen/sollen, um die Aufgenommenen an einen für sie sicheren Ort zu bringen. Die Organisation und Bestimmung dieses „Entladehafens“ liegt in der Pflicht des Staates, der in dieser Seeregion für die Seenotrettung zuständig ist. Auf dem Mittelmeer vor Italien also Italien. Die Flüchtlingskonvention, die Menschenrechtskonvention sowie ein Urteil des Europ. Menschenrechtsgerichtshofs (2012) verbieten es, Flüchtlinge dahin zurück zu bringen, wo ihnen Gefahr droht bzw. von wo sie geflüchtet sind. Deshalb dürfen sie nicht nach Libyen zurückgebracht werden. Hingegen könnten sich Italien und Frankreich absprechen und die Rettungsschiffe in französische Häfen schicken. Aber derzeit ist Frankreich dazu nicht bereit.

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geschrieben am 15.07.2017 10:28 | von christine weiss

Eine dreiteilige Antwort auf die liebenswürdigen Bemerkungen von Jäger/Frischknecht: Die Rechtslage kurz zusammengefasst in "Rescue at Sea. A Guide to Principles and Practice as applied to Refugees and Migrants" herausgegeben 2015 von der Intern. Seeschiffahrtsorganisation der UN (IMO) und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Kürzer sind die UNHCR "Guidelines for Disembarkation of Refugees" von 1988. Gerne zusätzlich das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 und das Intern. Übereinkommen über den Such- und Rettungsdienst auf See von 1979 und „Guidelines on treatment of Persons rescued at Sea“, Resolution MSC 167 von 2004. Oder "Seenotrettung von Flüchtlingen" von Hartmut von Brevern+Jens M. Bopp vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht oder "Grenzschutz und Menschenrechte. Eine europarechtliche und seerechtliche Studie" von Ruth Weinzierl+Urszula Lisson, Deutsches Institut für Menschenrechte.

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geschrieben am 16.07.2017 11:52 | von Fritz Jäger

Frau Weiss, ich erkläre es Ihnen nochmals. Die IMO hat verschiedene Konventionen beschlossen.Die Mehrheit der Konventionen,die unter der Schirmherrschaft der IMO verabschiedet wurden oder für die die Organisation sonst verantwortlich ist,fallen in drei Hauptkategorien.Die erste Gruppe befasst sich mit der Sicherheit im Seeverkehr;Die zweite mit der Verhütung der Meeresverschmutzung;Und die dritte mit Haftung und Entschädigung, insbesondere in Bezug auf Schäden durch Verschmutzung verursacht.Außerhalb dieser großen Gruppierungen gibt es eine Reihe weiterer Konventionen, die sich mit Erleichterung, Tonnagemessung, rechtswidrigen Handlungen gegen Versand und Bergung befassen und dann gibt es noch einige Konventionen technischer Art.Die Durchsetzung obliegt dem jeweiligen Mitgliedstaat.Für Flüchtlinge ist die IMO nicht zuständig.Der EGMR ist nicht mass- gebend,seine Urteile sind nicht bindend.Und Ihre erwähnten Resulutionen sind überhaupt nicht bindend.

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