Drei Stunden reisen, fünf Stunden arbeiten

  • Zivile Angehörige der Militärpolizei fahren im Militärtaxi von Bern nach Sitten. Im Bild: Uniformierte Militärpolizei im Einsatz.
    Zivile Angehörige der Militärpolizei fahren im Militärtaxi von Bern nach Sitten. Im Bild: Uniformierte Militärpolizei im Einsatz. (KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
12.08.2017 | 13:39

ARMEE ⋅ Ab dem 1. Oktober müssen in Bern stationierte zivile Angehörige der Militärpolizei nach Sitten zur Arbeit. 16 von insgesamt 29 Mitarbeitenden werden täglich von Bern nach Sitten und zurück gefahren.

Ein Personentransporter der Militärpolizei erbringt den Service. Eigentlich hätte die Militärpolizei erst anfangs Januar 2018 nach Sitten verlegt werden sollen. Das wurde jedoch vorgezogen. Armeesprecher Daniel Reist bestätigte einen Bericht der "Basler Zeitung" vom Samstag.

Die Planänderung hatte zur Folge, das 16 zivile Angehörige der Militärpolizei für drei Monate täglich auf der Strasse von Bern nach Sitten und zurück transportiert werden müssen. Es sei ein Sammeltransport, sagte Reist.

Die Fahrzeit von einer Stunde und 40 Minuten pro Richtung gilt als Arbeitszeit. Die Mitarbeitenden stehen für ihren eigentlichen Job also etwa fünf Stunden im Tag zur Verfügung. Gemäss dem Armeesprecher wurde keine andere Lösung wie etwa die Bahn ins Auge gefasst. Die Armee erfülle mit dem Transport personalrechtliche Verpflichtungen.

Am 1. Januar 2018 treten neue Arbeitsverträge in Kraft. Ab dann stellt die Armee keine Personentransporte mehr zur Verfügung und die in Sitten Beschäftigten müssen sich ihren Arbeitsweg ins Wallis selbst organisieren oder umziehen. (sda)

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