Folgenschwere Zugkollision in Nordägypten

  • Die Zugkollision ereignete sich in der Nähe der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria.
    Die Zugkollision ereignete sich in der Nähe der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria. (Google Maps)
11.08.2017 | 16:20

ÄGYPTEN ⋅ Beim Zusammenstoss von zwei Zügen nahe der ägyptischen Hafenstadt Alexandria sind am Freitag mindestens 36 Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium gab die Zahl der Verletzten mit 123 an.

Die meisten der Verletzten seien in Spitäler eingeliefert worden. Ersten Erkenntnissen des Verkehrsministeriums zufolge war einer der Züge offenbar wegen eines technischen Defekts auf den Gleisen liegengeblieben. Das andere Zug fuhr dann mit grosser Wucht auf.

Der staatlichen Zeitung Al-Ahram zufolge kamen die Züge aus der Hauptstadt Kairo und der Hafenstadt Port Said und steuerten Alexandria als Endhaltestelle an.

Auf Bildern im Staatsfernsehen war zu sehen, dass einer der Züge entgleist und zum Teil umgestürzt war. Rettungskräfte bemühten sich um die Bergung von Toten und Verletzten.

Überlebende Fahrgäste wurde auf einem Feld neben den Gleisen notdürftig versorgt. Die Rettungsbehörden entsandten nach eigenen Angaben 25 Ambulanzen zum Unglücksort. Der Zusammenstoss ereignete sich am östlichen Stadtrand der nordägyptischen Metropole Alexandria.

Untersuchung

Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung ein und kündigte an, die Verantwortlichen "zur Rechenschaft zu ziehen", wie das Staatsfernsehen berichtete.

In Ägypten kommt es regelmässig zu schweren Zugunglücken. Im November 2013 starben 27 Menschen beim Zusammenstoss eines Zugs mit einem Bus in Kairo. Das schwerste Zugunglück ereignete sich im Jahr 2002, als ein überfüllter Zug nahe Kairo Feuer fing. Damals starben 373 Menschen.

Alexandria ist nach Kairo die zweitgrösste ägyptische Stadt, ein wichtiges kulturelles Zentrum des Landes und wegen des etwas milderen Seeklimas ein beliebtes Reiseziel für die Einheimischen. (sda/afp/dpa)

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