Schiff rechtsextremer Flüchtlingsgegner in Seenot lehnt Hilfe ab

  • Die "C-Star" der rechtsextremen Aktion "Defend Europe", hier im Hafen vom Famagusta, Zypern.
    Die "C-Star" der rechtsextremen Aktion "Defend Europe", hier im Hafen vom Famagusta, Zypern. (STR (EPA))
11.08.2017 | 13:37

ANTI-FLÜCHTLINGSSCHIFF ⋅ Ein Schiff rechtsextremer Flüchtlingsgegner ist offenbar vor der libyschen Küste in Seenot geraten. Die von einer Nichtregierungsorganisation (NGO) angebotene Hilfe wurde aber abgelehnt.

Wie die Nichtregierungsorganisationen Sea-Eye am Freitag berichtete, habe die Crew der von sogenannten Identitären gecharterten «C-Star» der Seenotleitzentrale einen Maschinenschaden gemeldet. Sie seien manövrierunfähig.

Ein Sprecher der EUNAVFOR MED Operation Sophia, der EU-Mission zur Flüchtlingsrettung, hätte die NGO Sea-Eye am Freitagvormittag informiert, dass die «C-Star» Hilfe brauche, berichtete Sea-Eye in einer Medienmitteilung.

Der NGO-Kutter sei aufgrund seiner geografischen Nähe damit beauftragt worden, den «Identitären» zur Hilfe zu kommen. Sie hätten Kurs auf die «C-Star» genommen und seien in Funkkontakt getreten. Die Rechtsextremisten hätten dann aber jede Hilfe abgelehnt, teilte Sea-Eye Ende Nachmittag mit.

Die rechtsextreme Aktion «Defend Europe» will mit Störaktionen NGOs bei ihren Rettungsmissionen stören und Flüchtlinge aufgreifen und in ihre Heimatländer zurückbringen. An der Aktion «Defend Europe» sind sogenannte Identitäre aus Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. (sda/apa)

Kommentare
Komisch
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geschrieben am 12.08.2017 07:33 | von Samuel Frank

Personengruppen, die sich mit Demonstrationen und anderen Aktionen für mehr Flüchtlinge in ihrem Land einsetzen, werden als "Linke" bezeichnet. Tun andere Personengruppen genau das Gleiche, ohne Gewalt, sind es plötzlich "Rechtsextreme". Wird da wohl mit zweierlei Mass gemessen? Will man vielleicht sogar die öffentliche Meinung beeinflussen? Wann darf wieder endlich einmal eine offene, ohne Diskussion ohne Diffamierungen einsetzen?

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geschrieben am 12.08.2017 08:11 | von christine weiss

Lesen Sie die Programme der Idenditären und Sie werden den Unterschied erkennen. Sie werden dann auch den Unterschied zwischen politisch "links" und "rechts" erkennen und zwischen "linksradikal/-extrem" und "rechtsradikal/-extrem". Die Idenditären vertreten eine Politik, die inhaltlich der früher in Südafrika geltenden Apartheid entspricht - das ist rechtsextrem.

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Ich kenne das Parteiprogramm
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geschrieben am 12.08.2017 10:19 | von Samuel Frank

Und sehe keine der von Ihnen vorgebrachten Vorwürfe.
Bitte zeigen Sie die von Ihnen vorgeworfenen Stellen genau auf.
Dann können wir die Diskussion fortführen

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geschrieben am 12.08.2017 14:43 | von christine weiss

Falls Sie Informationen wollen: Wikipedia unter "identitäre Bewegung" oder ausführlich auch auf Zeit online vom 24. April 2017: Identitäre Bewegung - Die Scheinriesen. Viel Spass beim Lesen.

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@Fr Weiss
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geschrieben am 12.08.2017 17:03 | von Samuel Frank

Ich habe um konkrete Aussagen gebeten. Wie ich bereits geschrieben habe ist mir das Programm bekannt, ich sehe kein Problem darin.
Aber wie so oft,Diffamierungen ohne konkrete Begründungen. Sagt mir alles, genügt, Danke

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Kommentar zu: Schiff rechtsextremer Flüchtlingsgegner in Seenot lehnt Hilfe ab
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geschrieben am 13.08.2017 10:06 | von christine weiss

Wenn Sie im Programm der Identitären kein Problem sehen, heisst das nicht, dass es kein Problem ist. Die Identitären vertreten den sog. Ethnopluralismus der eine kulturelle „Reinhaltung“ von Staaten und Gesellschaften nach „Ethnien“ anstrebt. Dabei definieren sie "Ethnie" nach Zugehörigkeit zu einer „Kultur“, um sie so von „Fremden“ zu unterscheiden. Einflüsse der als „fremd“ betrachteten Gesellschaften werden als Gefährdung der „eigenen Identität“ verstanden. Letztlich soll jede Ethnie in ihrem (von wem auch immer definierten) angestammten Lebensraum bleiben. Vermischeung oder Durchmischung ist zu verhindern. Letztlich führt das eben zu Apartheid: "Kulturen" dürfen n ur strang voneinander getrennt, nebeneinander aber nicht miteinander bestehen. Praktisch heisst das: Alle, die nicht zur von den Identitären definierten jeweiligen "Kultur" gehören, müssen gehen (oder vielleicht gibt's ja auch Reservate oder Lager?). Dreimal dürfen wir raten, wen das treffen würde.

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