Geduldsprobe am Gotthard

  • Die letzten Stunden vor der Ankunft im Süden ziehen sich in die Länge: Die Autos der Ferienreisenden stauen sich vor dem Gotthard-Nordportal. (Archivbild)
    Die letzten Stunden vor der Ankunft im Süden ziehen sich in die Länge: Die Autos der Ferienreisenden stauen sich vor dem Gotthard-Nordportal. (Archivbild) (Keystone/ALEXANDRA WEY)
15.07.2017 | 05:17

STAU ⋅ Der Gotthard-Tunnel ist für Ferienhungrige erneut zu einem Nadelöhr geworden. Während mehr als 24 Stunden hat sich am Freitag und Samstag der Stau auf der A2 vor dem Tunnel nicht mehr aufgelöst. Erst am Samstagabend gab es wieder freie Fahrt.

Nach Angaben des Verkehrsinformationsdienstes Viasuisse begannen am Wochenende im Kanton Zürich die Schulferien und ebenso im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen und in den südlichen Provinzen der Niederlande.

Die ganze Nacht Stau

Schon am Freitagmorgen war die A2 in Richtung Süden wegen der Ferienhungrigen überlastet. Am Nachmittag wurde der Stau dann zehn Kilometer lang bevor er am Abend auf noch drei Kilometer schrumpfte.

Während der Nacht wurde der Andrang auf die Tunneldurchfahrt wieder grösser und der Stau vor dem Nordportal wuchs wieder auf bis zu 13 Kilometer am frühen Samstagmorgen.

Am Vormittag wurde er nur wenig kürzer. Die Wartezeit betrug bis zu zweieinviertel Stunden. Erst am Samstagnachmittag schrumpfte die Warteschlange auf noch vier Kilometer am frühen Abend. Und gegen 19 Uhr war die Fahrt dann wieder frei.

Die Staus des Wochenendes entsprächen in etwa den Erfahrungen der Vorjahre, sagte ein Sprecher von Viasuisse am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Zeitweise überlastet war zudem im Kanton Uri die parallel zur Autobahn verlaufende Kantonsstrasse zwischen Erstfeld und Göschenen. Sie vermochte den ausweichenden Verkehr in der Nacht nicht mehr zu schlucken. Autofahrer verloren auch mit dieser Methode viel Zeit.

Zu Behinderungen kam es aber auch südlich des Gotthards. Wegen eines Fahrzeugbrandes auf der A2 vor Lugano am Samstagmorgen war dort bei den Autofahrern auf dem Weg nach Süden eine weitere Portion Geduld gefragt. Ein Fahrstreifen war vorübergehend gesperrt.

Weniger Staus in Richtung Norden

Auf der Südseite des Tunnels im Tessin waren die Staus kürzer. Am Samstagmorgen gab es zunächst keine Probleme. Mitte Vormittag meldete die TCS-Verkehrsinformation dann ebenfalls Staus. Am späten Nachmittag standen die Fahrzeuge auf der A2 in der Leventina auf noch zwei Kilometern, am Abend noch auf einem.

Das grösste Verkehrsaufkommen am Gotthard wird jeweils von Mitte bis Ende Juli erwartet, wenn an vielen Orten im In- und Ausland die Schulferien beginnen. An den vergangenen Ostertagen im April gab es am Gotthard einen Rekord: Mit rund 14 Kilometern war der Stau noch nie so lang gewesen an einem Karfreitag. (sda)

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