Kenianer entdecken Kamele als Nutztiere

  • Aufgrund der Wasserknappheit steigen immer mehr Kenianer vom Rinderzüchten auf die Kamelzucht um.
    Aufgrund der Wasserknappheit steigen immer mehr Kenianer vom Rinderzüchten auf die Kamelzucht um. (KEYSTONE/AP/BEN CURTIS)
16.06.2017 | 05:19

KENIA ⋅ Im Norden Kenias boomt das Geschäft mit Kamelen. Nach Zahlen der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) lebten im Jahr 2000 rund 700'000 Kamele in Kenia - im Jahr 2014 waren es schon über 2,9 Millionen.

Mittlerweile stapfen über drei Millionen der unkomplizierten Tiere, die besser mit Wassermangel klarkommen als Rinder, durch das ostafrikanische Land. "Die Menschen haben den Nutzen der Kamele erkannt", sagt Davis Ikiror von der Schweizer Hilfsorganisation Tierärzte ohne Grenzen (VSF). Seit das Wasser und Weideland in Ostafrika als Folge des Klimawandels immer knapper würden, änderten einheimische Stämme der Rinder- und Ziegenzüchter vermehrt ihre Lebensgewohnheiten.

Wegen der anhaltenden Dürre sind dieses Jahr laut UNO-Angaben rund 2,6 Millionen Menschen von insgesamt etwa 45 Millionen Einwohnern in Kenia auf Lebensmittelhilfen angewiesen. (sda/dpa)

Kommentare
Kommentar zu: Kenianer entdecken Kamele als Nutztiere
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()

geschrieben am 16.06.2017 09:15 | von Georg Ritter

2,6 Millionen Menschen sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen, das Wasser und das Weideland werden knapp, und die Zahl der Dromedare geht rasant nach oben. Es ist nicht glaubhaft, dass niemand merkt, dass es besser wäre, dass ein dem Klima angepasster Ackerbau wohl noch gescheiter wäre, als immer mehr Dromerade zu halten. Welche Rolle spielen eigentlich die Hilfsorganisationen in der Aufklärung?

antworten
Kommentar zu: Kenianer entdecken Kamele als Nutztiere
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()

geschrieben am 18.06.2017 10:50 | von lieselotte schiesser

Das mit dem Ackerbau funktioniert im Norden Kenias nicht. Das Land ist sehr trocken, Halbwüste. Um dort Ackerbau betreiben zu können, müsste man es bewässern. Wasser aber ist sehr knapp und wird durch die Klimaveränderung immer knapper. Die Kamele, die sehr wenig Wasser brauchen, haben zudem den Vorteil, dass sie immer - auch in Zeiten der Dürre - Milch geben. In guten Vegetationszeiten weniger als Kühe, aber dafür eben immer und nahrhaftere und weniger zuckerhaltige. Das wiederum nützt gegen Mangelernährung bei Kindern. Zudem lässt sich die Kamelmilch anscheinend gut verkaufen. Die Kamelhalter profitieren also gleich mehrfach vom Umstieg von Rindern auf Kamele. Ausserdem scheint es einen friedlichen Nebeneffekt zu geben: In der Region gab/gibt es oft bewaffnete Überfälle anderer Rinderzüchter. Die fallen derzeit weg, weil diese "Konkurrenz" wohl noch keine Kamele klaut. (Infos: Handelsblatt und Biovision)

antworten
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Welcher der folgenden Begriffe ist keine Farbe: Gelb, Blau, Tisch?
 

Meistgelesen

Christoph Blocher BaZ-Holding AG wird neben der Basler Zeitung neu die insgesamt 25 Zehnder-Wochentitel herausgeben und setzt dabei auf Kontinuität.
Wirtschaft: 16.08.2017, 11:14

Blochers BaZ Holding kauft den Wiler Zehnder-Verlag

Die BaZ Holding AG übernimmt rückwirkend per Anfang Jahr die Zehnder Regionalmedia AG und die ...
Der Fall Hefenhofen beschäftigt den Thurgauer Grossen Rat.
Ostschweiz: 16.08.2017, 10:02

Fall Hefenhofen: Thurgauer Regierung gibt Fehler zu und entschuldigt sich

Der Thurgauer Regierungsrat hat zu Beginn der Sitzung des Grossen Rates zum Fall Hefenhofen ...
Beim Unfall erlitt die E-Bike-Fahrerin so schwere Verletzungen, dass sie daran starb.
Unfälle & Verbrechen: 16.08.2017, 10:23

E-Bikefahrerin stürzt, wird von Anhänger überrollt und stirbt

Am Dienstagnachmittag ist eine in der Region wohnhafte 35-jährige Frau auf der Dorfstrasse in ...
Die Villa Jacob muss rund 20 Meter überwinden.
St.Gallen: 16.08.2017, 11:55

Villa Jacob: Züglete abgeschlossen

Spektakuläre Hausverschiebung am Rosenberg: Um Platz zu schaffen für den Neubau des ...
Bei Vorfällen auf dem See kommt die Wasserschutzpolizei zum Einsatz.
Unfälle & Verbrechen: 15.08.2017, 19:01

Schwerer Schiffsunfall auf dem Bodensee

Beim Zusammenstoss zwischen einem Motor- und einem Segelboot auf dem Bodensee sind am ...
Der ausgesetzte Welpe hat sich im Tierheim erholt
Region St.Gallen: 16.08.2017, 06:25

Ausgesetzter Dalmatiner: Paar unter Verdacht

Die Suche nach dem Besitzer des ausgesetzten Dalmatiners hat eine neue Wendung genommen.
Der Skandal-Hof in Hefenhofen wird geräumt. Der Besitzer konnte sich zuvor Jahrelang über ein Tierhalteverbot hinwegsetzen. Das soll im Thurgau kein Einzelfall sein.
Ostschweiz: 16.08.2017, 08:21

Kanton Thurgau setzt Tierhalteverbote nicht durch

Ein weiterer Thurgauer Bauer soll sich schon jahrelang über ein Tierhalteverbot hinwegsetzen.
Regierungsrätin Carmen Haag, Stellvertreterin von Walter Schönholzer, spricht am Rande der heutigen Sitzung des Thurgauer Grossen Rates mit Demonstranten vor dem Rathaus.
Ostschweiz: 16.08.2017, 18:08

Warten auf die Konsequenzen

Die Thurgauer Regierung bedauert den Fall K., gibt aber keine Fehler zu.
Arthur "Turi" Honegger posiert anlässlich der Verleihung des Menschenrechtspreises der Anna-Göldi-Stiftung, aufgenommen am 13. Juni 2015 in Ennenda.
Panorama: 16.08.2017, 15:56

Der Toggenburger Verdingbub ist verstummt

Am Dienstag ist der Schriftsteller und Journalist Arthur Honegger in Nesslau 92jährig gestorben.
Der grünweisse Glücksmoment: Albian Ajeti (Nr. 27) trifft zum goldenen 1:0 für die Espen.
FC St.Gallen: 16.08.2017, 20:44

Ajeti schiesst den FC St.Gallen zum Sieg

Der FC St.Gallen hat im Wiederholungsspiel in Lugano eine wesentlich bessere Figur abgegeben als ...
Zur klassischen Ansicht wechseln