Hurrikan Irma: Reporter im Auge des Sturms

  • In Deckung: NBC-Reporter Kerry Sanders berichtet aus Naples, Florida über Irma.
    In Deckung: NBC-Reporter Kerry Sanders berichtet aus Naples, Florida über Irma. (Keystone)
11.09.2017 | 11:59

TROPENSTURM ⋅ Der Hurrikan Irma hat den US-Bundesstaat Florida getroffen. Mittendrin statt nur dabei beim Tropensturm sind amerikanische TV-Reporter.

Längst haben die grossen TV-Sender in den USA auf Livebetrieb umgeschaltet - rund um die Uhr berichten Heerscharen von Reportern aus dem Auge des Sturms, der am Sonntag Miami getroffen hat und am Montag Richtung Norden weitergezogen ist. "Rette sich, wer kann", so die Devise in der amerikanischen Sonnenstube. Dies gilt allerdings nicht für die Journalistinnen und Journalisten, welche sich bemühen, die besten und spektakulärsten Bilder von "Irma" in die gute Stube zu liefern. Keiner ist sich dafür zu schade; es locken Einschaltquoten und von der Öffentlichkeit werden die Reporter wie Kriegshelden gefeiert. Da ist auch das eigene Aussehen für einmal egal: Sturm- statt Föhnfrisur.

Mike Bettes vom "Weather Channel" versucht seinem Publik auf waghalsige Art und Weise zu demonstrieren, indem er sich gegen die Sturmböen stemmt. 

Zum eigentlichen Star der Irma-Reporter ist "Weather Channel"-Mann Mike Seidel aufgestiegen. Auf Twitter folgen ihm bereits gegen zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzer.  Nicht alle Amerikanerinnen und Amerikaner können allerdings mit dem Nachrichtenspektakel etwas anfangen. In den Sozialen Medien wird den Reportern auch Sensationslüsternheit und Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Die Reporterinnen und Reporter würden ihre Gesundheit für die Quote aufs Spiel setzen, schreibt eine Twitter-Nutzerin. Wieder andere machen sich einen Spass aus der 24-Stunden-Berichterstattung aus dem Auge des Sturms und parodieren die Journalisten. (red.)

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