Meister Petz fällt in Uri negativ auf

  • Dieser Bienenstand in der Urner Gemeinde Silenen ist von einem hungrigen Bär aufgesucht und beschädigt worden. Nun werden die Bienenvölker durch einen Elektrozaun vor dem Grossraubtier geschützt.
    Dieser Bienenstand in der Urner Gemeinde Silenen ist von einem hungrigen Bär aufgesucht und beschädigt worden. Nun werden die Bienenvölker durch einen Elektrozaun vor dem Grossraubtier geschützt. (AFJ, Jagdverwaltung Uri)
19.04.2017 | 10:50

GROSSRAUBTIERE ⋅ Ein Bär, der seit längerem im Kanton Uri unterwegs ist, hat in Silenen einen Bienenstand beschädigt. Da sich das Tier zuvor unauffällig verhalten hat, werden keine besonderen Massnahmen ergriffen. Der Bienenstand wurde aber mit einem Elektrozaun gesichert.

Wie das Amt für Forst und Jagd am Mittwoch mitteilte, hat der Imker den Schaden an seinem Bienenstand am Montag gemeldet. Einige Bienenkästen waren in den Stand geschoben worden. An den Kästen waren zudem Kratzspuren sichtbar.

Das Amt für Forst und Jagd geht aufgrund der angetroffenen Schäden davon aus, dass der Bienenstand von einem Bären heimgesucht worden ist. In der Region waren vor rund drei Wochen Bärenspuren angetroffen worden.

Um weitere Schäden zu verhindern, wurde der Bienenstand mit einem Elektrozaun gesichert. Weitere Massnahmen seien keine geplant, schreibt das Amt für Forst und Jagd. Der Bär, der sich vermutlich seit Mitte 2016 im Kanton Uri aufhalte, habe sich bis anhin sehr unauffällig verhalten und keine Schäden angerichtet.

Bären, die Allesfresser sind, suchen Bienenstände vor allem wegen den eiweisshaltigen Larven auf. Sie können dank ihrer guten Nase die Bienen auch aus grosser Instanz aufspüren. Blieben Standorte ungeschützt, würden sie meist mehrfach heimgesucht, schreibt das Amt.

Der Bär bleibt in Uri unter Beobachtung. Je nach Entwicklung müssten weitere Schutzmassnahmen oder sogar Vergrämungsaktionen in Betracht gezogen werden, schreibt das kantonale Amt. (sda)

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