Kampagne gegen rücksichtslose Velofahrer

  • Mit dem Kurzfilm "Der Velofahrer" werben die Suva und mehrere Polizeikorps bei Velofahrern für mehr Rücksicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Er soll helfen, die Zahl der bis zu 17'000 Velounfälle pro zu reduzieren.
    Mit dem Kurzfilm "Der Velofahrer" werben die Suva und mehrere Polizeikorps bei Velofahrern für mehr Rücksicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Er soll helfen, die Zahl der bis zu 17'000 Velounfälle pro zu reduzieren. (Suva)
20.04.2017 | 12:22

VELOUNFÄLLE ⋅ Ampeln missachten, Stoppstrassen überfahren oder aufs Trottoir ausweichen: Nicht selten verunfallen dabei Velofahrer. Bei der Hälfte aller Kollisionen mit Velos sind die Fahrradfahrer selber schuld. Polizei und Suva machen mit einem Film auf die Gefahren aufmerksam.

Auf Schweizer Strassen kommt es täglich zu gefährlichen Szenen. Die Unfallversicherungen registrieren in der Schweiz jedes Jahr rund 17'000 Velounfälle von Arbeitnehmenden, wie die Suva am Donnerstag mitteilte. Letztes Jahr verunglückten 24 Personen tödlich. 854 haben sich schwer und 2496 leicht verletzt.

80 Prozent aller Velounfälle sind Selbstunfälle. Beim Rest handelt es sich laut Angaben der Suva um Kollisionen mit einem oder mehreren beteiligten Velofahrern. Für knapp jede zweite dieser Kollisionen ist der Fahrradfahrer selber verantwortlich. Wie bei Autofahrern zählten Alkohol, Unaufmerksamkeit und Missachten der Verkehrsregeln zu den Hauptursachen.

Mit einem drastischen und am Donnerstag lancierten Kurzfilm "Der Velofahrer" machen die Suva und die Kantonspolizeien Basel-Stadt, Waadt, Freiburg und aus der Zentralschweiz auf die Gefahren rücksichtslosen Fahrens aufmerksam. Der Streifen zeigt einen jungen Familienvater auf dem Weg zur Arbeit mit aggressiver Fahrweise. Der Velofahrer verunglückt und bezahlt die Fahrt mit seinem Leben.

Die Suva weist weiter daraufhin, dass bei Kollisionen die Verletzungen um einiges schwerer und damit auch die Unfallkosten höher liegen als bei blossen Selbstunfällen. Bei einer Kollision liegen sie bei knapp 10'000 Franken, bei einem Selbstunfall bei rund 5500 Franken. (sda)

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