Organisatoren ziehen positive Gurten-Bilanz

  • Ausverkauft bei "optimalem Festivalwetter, nicht zu heiss und nicht zu kalt" und keine grösseren Zwischenfälle: Die Organisatoren des Gurten-Festivals ziehen eine durchwegs positive Bilanz.
    Ausverkauft bei "optimalem Festivalwetter, nicht zu heiss und nicht zu kalt" und keine grösseren Zwischenfälle: Die Organisatoren des Gurten-Festivals ziehen eine durchwegs positive Bilanz. (Keystone/ANTHONY ANEX)
15.07.2017 | 19:52

GURTENFESTIVAL ⋅ Das viertägige Gurtenfestival ist gemäss den Organisatoren "ausgesprochen friedlich mit nur wenigen Schlägereien und Auseinandersetzungen" verlaufen. Dies trotz eines ausverkauften Festivals mit 20'000 Besuchern pro Tag.

"Ich habe noch selten so ein friedliches Festival erlebt", sagte Mediensprecher Simon Haldemann am Samstag vor den Medien. Auch die Sanität habe nur Bagatellfälle behandeln müssen.

Dies freute die Veranstalter umso mehr, als dass im Vorfeld oft von Terrorgefahr die Rede gewesen war. Am Festival patrouillierten denn auch Polizisten auf dem Gelände. Die Organisatoren gaben an, immer in engem Kontakt mit der Kantonspolizei gestanden zu sein.

Seit 1977 zum ersten Mal ausverkauft

Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren auch darüber, dass das Festival seit der Festivalgründung 1977 zum ersten Mal ausverkauft war. Da bereits im Dezember vier Headliner bekannt waren, liessen sich gemäss Haldemann viele Menschen von einem frühen Ticketkauf überzeugen.

Ein weiterer Grund für den Erfolg könnte sein, dass das Festival dieses Jahr zum ersten Mal schon am Mittwoch statt am Donnerstag begonnen hatte. Die Veranstalter begründeten das neue Konzept mit der höheren Flexibilität im Künstlerbooking. Viele Musiker wollen gemäss Haldemann lieber nachts spielen, um ihre Lichtshow präsentieren zu können.

Die Organisatoren ziehen eine durchwegs positive Bilanz: "Für uns hat sich das neue Konzept bewährt", sagte Haldemann. Ob das Festival auch nächstes Jahr schon am Mittwoch starten wird, ist aber noch unklar. Zuerst müsse zusammen mit den Behörden evaluiert werden, ob beispielsweise nicht zu viele Lärmklagen eingegangen sind, so Haldemann.

Mit Hygiene punkten

Im Konkurrenzkampf um Festivalgäste versucht sich das Gurtenfestival zudem mit einem sauberen Gelände zu profilieren. "Wir legen grossen Wert auf Hygiene und versuchen unser Konzept laufend zu optimieren", sagte Haldemann. Standardmässig käme beispielsweise eine Toilette auf 100 Personen. Am Gurten betrage dieses Verhältnis 1 zu 65.

Glück hatten die Organisatoren auch mit dem Wetter. Zwar wurden kurze Regenschauer vorhergesagt, schlussendlich blieb es während der ganzen vier Tagen trocken und sonnig. Haldemann bezeichnete es als "optimales Festivalwetter - nicht zu heiss und nicht zu kalt".

Ausklingen wird das Festival am frühen Sonntagmorgen. Auf dem Berner Hausberg sind in den vergangenen Festivaltagen unter anderem Musikgrössen wie das Hip-Hop-Duo Macklemore & Ryan Lewis, Musikproduzent Fritz Kalkbrenner und Lokalmetadoren Züri West aufgetreten. (sda)

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