Nach 30 Jahren alles andere als erwachsen

  • Die Simpsons waren vor 30 Jahren erstmals am Bildschirm zu sehen. Obwohl sie nicht gealtert sind, sahen sie damals noch ganz anders aus.
    Die Simpsons waren vor 30 Jahren erstmals am Bildschirm zu sehen. Obwohl sie nicht gealtert sind, sahen sie damals noch ganz anders aus. (Keystone)
19.04.2017 | 17:10

Die Simpsons aus der gleichnamigen Cartoon-Serie halten der Welt einen gelben Spiegel vor. Vor 30 Jahren waren sie erstmals am Bildschirm zu sehen.

Die Simpsons sind Kult. Die US-amerikanische Kleindstadtfamilie mit Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie begeistert schon lange nicht nur Kinder, sondern mit intelligentem Witz auch Erwachsene. Die gelben Zeichentrickfiguren halten der Welt einen Spiegel vor. Vor allem im dümmlichen Vater Homer erkennt jeder Zuschauer seinen inneren Schweinehund wieder.

Bisher sind 28 Staffeln mit über 600 Episoden erschienen. Vom US-Sender Fox bereits bestellt sind zwei weitere Staffeln. Damit werden die Simpsons bald die längste TV-Serie der Fernsehgeschichte sein. Natürlich feierte die gelbe Familie damit schon zahlreiche Jubiläen . Ihren ersten Auftritt hatten die Simpsons aber nicht in ihrer gleichnamigen Serie, sondern als Lückenfüller in der "Tracey Ullmann Show". Genau 30 Jahre ist das am Mittwoch her.
"Wir sind die wohl besten Eltern der Welt", sagt Homer. Wer ihn kennt, weiss, dass das nicht stimmt.
 
Familienvater Homer ist der unbestrittene Star der Serie. Um das 30-jährige Bildschirmjubiläum zu Feiern, hat die Redaktion eine Reihe seiner besten Szenen zusammengestellt, die sich natürlich fast beliebig erweitern liesse.

Der Klassiker vorneweg: Homer, der ausgerechnet als Sicherheitsinspektor in einem Atomkraftwerk arbeitet, erklärt seinem Vorgesetzten in der Marine die korrekte Aussprache des Wortes "nukular" (sic!).

Wenn es etwas gibt, worauf Homer nicht verzichten kann, dann sein geliebtes "Duff"-Bier. Alkohol ist für ihn "der Ursprung und die Lösung sämtlicher Lebensprobleme".

Homer entspricht perfekt dem europäischen Klischee eines Durschnittsamerikaners. Dazu gehört natürlich auch die Begeisterung für Schusswaffen.

Zuweilen gerät der sympathische Familienvater auch mit dem Gesetz in Konflikt. Doch der faule und inkompetente Polizeichef Clancy Wiggum kann in dringenden Fällen schon mal ein Auge zudrücken. "Jemand der so schnell Fährt hat keine Zeit für ein Ticket", erklärt er hier seinem Untergebenen Lou.

Dass echte Männer auf Bauanleitungen pfeifen, stellt Homer beim zusammenbauen eines Grills unter Beweis. Weil er dabei derart grandios scheitert, legt er im weiteren Verlauf der Episode eine Karriere als naiver Künstler hin. Die Frage "warum muss alles im Leben immer so schwierig sein?" - wir alle kennen sie.
Zuweilen überrascht Homer mit seinen Fähigkeiten, hier als Erfinder, aber alle. Doch das Schminkgewehr ist zwar auf seine Art genial, aber nicht wirklich alltagstauglich.
Tatsächlich bringt es der Familienvater aber sogar zum Astronauten und parodiert Stanley Kubricks "2001 - A Space Odyssey". Niemand sonst kann mit solcher Grazie Chips essen. Von der Popularität der Simpsons wollen auch Stars aus dem echten Leben profitieren. Deshalb tritt die Rockband R.E.M. in ihrer Garage auf. Homer steuert dazu einen Songtext über seinen verhassten Nachbarn Ned Flanders bei. Wie Homer die Superstars in seine Garage geholt hat? "Sie glauben, sie retten den Regenwald."
Die Zuschauer lieben es, Homer beim Scheitern zuzusehen. Wenn immer das geschieht, gibt er sein typisches "Nein!" von sich. Im englischen Original ruft er schlicht "D'oh!". Der Ausruf hat inzwischen Eingang in die grossen Wörterbücher gefunden. Laut "Merriam Webster" wird er unter anderem benutzt, um das plötzliche Erkennen blöder Fehler auszudrücken. Hier gibt es gute sieben Minuten solcher Momente.
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