Grösstes Graffito der Welt in Saõ Paulo

  • Eduardo Kobra vor seinem Werk. (Archiv)
    Eduardo Kobra vor seinem Werk. (Archiv) (KEYSTONE/AP/ANDRE PENNER)
15.04.2017 | 16:20

STREET ART ⋅ Der brasilianische Künstler Eduardo Kobra steht kurz vor der Fertigstellung eines gigantischen Werkes. Es soll als das "grösste Graffito-Gemälde" aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

Zusammen mit einem Team von angestellten Malern arbeitet der 41-Jährige seit zwei Monaten an einer Darstellung zum Thema Schokolade, die an der Schokoladenfabrik Cacau Show an einer Zufahrtstrasse nach São Paulo eine Fläche von mehr als 5700 Quadratmetern bedeckt.

"Selbst bei Tempo 100 auf der Autobahn kann jeder die Botschaft entschlüsseln", sagt Kobra. "Das Gemälde ist eine Hommage an die Menschen in der Kakao-Produktion und ihre enge Beziehung zum Amazonas."

In zwei Wochen soll das Wandgemälde fertig sein. Kobras Mitarbeiter nutzen dafür zwölf Plattformen, die mit Hilfe von Kränen in die Höhe gezogen werden. Für das Gemälde wurden bereits 4000 Sprühdosen und mehr als tausend Liter Lack verwendet.

Ein Ureinwohner paddelt auf dem Gemälde mit seinem bunt bemalten Boot und Kakaofrüchten als Ladung durch einen Schokoladenfluss. Bevor er sich für dieses Motiv entschied, hatte Kobra insgesamt zehn Entwürfe angefertigt, die alle vom Leben im Amazonas-Becken inspiriert waren.

Der Brasilianer hat umfangreiche Erfahrungen mit grossformatigen Bildern. Für die Olympischen Spiele, die 2016 in Rio de Janeiro stattfanden, fertigte er eine Darstellung der fünf Kontinente auf rund 3000 Quadratmetern an.

Der Chef von Cacau Show, Alexandre Costa, ist mit dem Wirken Kobras zufrieden. "Die Leute essen Schokolade und wissen nichts von der Arbeit, die dahinter steckt", sagte Costa. (sda/afp)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Welche Farbe hat eine reife Banane??
 

Meistgelesen

Sollte beim FC St.Gallen der starke Mann sein: Präsident Stefan Hernandez.
FC St.Gallen: 24.06.2017, 07:30

Haben Sie die Situation im Griff, Herr Präsident?

Christian Stübi hat den Bettel hingeworfen. Doch wie ist es dazu gekommen?
"Nein, ich könnte mir niemals vorstellen, bei diesem Konstrukt Sportchef des FC St.Gallen zu werden", sagt Fredy Bickel, Sportchef Rapid Wien.
FC St.Gallen: 24.06.2017, 12:02

«Der Sportchef muss der CEO sein»

Fredy Bickel ist einer der profiliertesten Sportchefs der Schweiz. Dass im FC St.
Am Freitagabend ist ein pensionierter Fahrlehrer an seinem ersten Tag als Taxifahrer mit seinem Fahrzeug auf der Martkplatztreppe verunfallt.
Unfälle & Verbrechen: 23.06.2017, 19:40

Ex-Fahrlehrer verursacht spektakulären Taxi-Unfall

Am Freitagnachmittag ist ein pensionierter Ex-Fahrlehrer auf der Rorschacher Marktplatztreppe ...
Am Freitagabend feierte die Oper «Loreley» von Alfredo Catalani an den St. Galler Festspielen ihre Schweizer Erstaufführung.
Ostschweizer Kultur: 24.06.2017, 14:12

Tabledance vor der St.Galler Kathedrale

Mit Alfredo Catalanis «Loreley» ging am Freitag bei den St.
Das Bewässern von Gemüse ist bei dieser Hitze wichtig.
Schauplatz Ostschweiz: 24.06.2017, 13:33

Jetzt wird das Wasser knapp

Die Wasservorräte der Gemeinden schrumpfen. Vor allem für Gemüsebauern ist das ein Problem.
Will für die Grünen in den St.Galler Stadtrat: Ingrid Jacober.
St.Gallen: 24.06.2017, 10:12

Ingrid Jacober will in die Stadtregierung

Die Grünen der Stadt St.Gallen beteiligen sich an der Ersatzwahl vom Herbst für den Stadtrat.
Die Autofahrer freut’s: In Rorschach sind seit vergangenem Mai 744 Bussenzettel weniger verteilt worden als im Jahr zuvor.
Rorschach: 24.06.2017, 08:00

Wilder Westen in Rorschach?

Raser, Rowdys, Falschparkierer hätten derzeit ein leichtes Spiel, mutmasst ein Leser.
Junge Musikanten sind begehrte Mitglieder bei den Blasmusikvereinen.
Ostschweiz: 24.06.2017, 07:55

Misstöne bei den Musikanten

Blasmusikvereine tun sich schwer, neue Mitglieder zu gewinnen.
Fussball der anderen Art - ein Schnappschuss vom Calcio Storico.
Sport: 24.06.2017, 14:41

Im Vorhof der Hölle

Wie jedes Jahr duellieren sich heute am Johannistag auf der Piazza Santa Croce in Florenz zwei ...
Kinder beobachten ihre Schulkollegin beim Sprung ins kühle Nass.
Kreuzlingen: 23.06.2017, 17:54

Muslimisches Mädchen darf nicht baden

Ein Vater bleibt uneinsichtig: Er verweigert seiner 8-jährigen Tochter die Teilnahme am ...
Zur klassischen Ansicht wechseln