• James Woods, der heute 70 wird, war einst ein bekannter Filmbösewicht. Heute hat er sich auf das Absetzen von Trump-freundlichen Twitternachrichten verlegt.
    James Woods, der heute 70 wird, war einst ein bekannter Filmbösewicht. Heute hat er sich auf das Absetzen von Trump-freundlichen Twitternachrichten verlegt. (Keystone/AP Pool/STEW MILNE)
18.04.2017 | 09:42

Filmbösewicht James Woods wird heute 70


HAPPY BIRTHDAY ⋅ Als Hollywoods Bösewicht machte James Woods Karriere. Der Schauspieler glänzte in Filmen wie "Once Upon a Time in America" und "Ghosts of Mississippi". Mit 70 Jahren macht er als Trump-Anhänger und mit Twitter-Tiraden von sich reden.

Woods, der heute 70 wird, war in seiner Hollywood-Glanzzeit als Darsteller von Mördern, Verrätern und Rassisten gefragt. Inzwischen macht er als konservativer Trump-Anhänger und eifriger Herausgeber scharfer Twitter-Tiraden von sich reden. Dort hat er über 600'000 Follower, viele aus der rechten Ecke.

Woods machte Barack Obama in seinen Posts zum "Verbrecher" und einer "Abscheulichkeit". Der Schauspieler fetzt sich aber auch mit anderen Twitter-Nutzern. Ein User, der Woods als Abschaum und Kokain-Süchtigen bezeichnet hatte, bekam die Rache des Schauspielers zu spüren: Woods zog wegen übler Nachrede vor Gericht und klagte auf zehn Millionen Dollar Schadenersatz.

Immer weniger hört man dagegen von Woods auf der Leinwand. Seinen letzten Film "Jamesy Boy", in dem er als Gefängniswärter einen jungen Häftling schikaniert, drehte er vor drei Jahren. Roland Emmerich gab Woods eine Nebenrolle in seinem Action-Thriller "White House Down" (2013). Darin spielt er einen zwielichtigen Secret-Service-Vertrauten des US-Präsidenten, der sich mit Terroristen verbündet.

Begabter Bösewicht

Bösewichte spielt er perfekt. Im Krimi "The Onion Field" (1979) war er ein kaltblütiger Polizistenmörder, in Sergio Leones Gangsterepos "Once Upon a Time in America" (1984) glänzte er als korrupter Verräter. Im Drama "Ghosts of Mississippi" schlüpfte er 1996 in die Rolle eines mörderischen Ku-Klux-Klan-Mitglieds. Sein Nebenrollen-Auftritt brachte Woods die zweite Oscar-Nominierung ein. Zuvor war er schon für seine Hauptrolle als Journalist in Oliver Stones "Salvador" (1987) nominiert gewesen.

In John Carpenters "Vampire" (1999) mimte er einen Vampirjäger, in dem Thriller "John Q" (2002) an der Seite von Denzel Washington einen zynischen Arzt. Der Emmy-Preisträger stach auch mit Fernsehrollen hervor, etwa als ehrgeiziger und skrupelloser Star-Anwalt in der TV-Serie "Shark".

Auf eine Anfrage bei Woods' Agenten, welche Projekte der Schauspieler als nächstes plane, kam keine Antwort. Eines ist offensichtlich: Woods steckt Zeit und Energie in seine neue Aufgabe als konservativer Twitter-Kommentator. (sda/dpa)

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