Fake News, Emoji und Späti neu im Duden zu finden

  • Die Leiterin der Dudenredaktion Kathrin Kunkel-Razum hält in Berlin einen Duden der 27. Auflage in der Hand. Die Duden-Redaktion hat das Nachschlagewerk für die neue Auflage um 5000 Wörter ergänzt. (Archiv)
    Die Leiterin der Dudenredaktion Kathrin Kunkel-Razum hält in Berlin einen Duden der 27. Auflage in der Hand. Die Duden-Redaktion hat das Nachschlagewerk für die neue Auflage um 5000 Wörter ergänzt. (Archiv) (Keystone/DPA dpa-Zentralbild/Z5466/_BRITTA PEDERSEN)
07.08.2017 | 10:30

RECHTSCHREIBUNG ⋅ Insgesamt 5000 neue Wörter wurden in den aktuellen Duden aufgenommen, der am Mittwoch in der 27. Auflage erscheint.

Das Standardwerk der deutschen Rechtschreibung wurde völlig neu bearbeitet und ist mit insgesamt 145'000 Stichwördern "der umfangreichste und aktuellste" Duden, den es je gab, wie der Dudenverlag in Berlin am Sonntagabend mitteilte.

Der neue Duden ist 1264 Seiten stark und dokumentiert den Angaben zufolge so aktuell wie nie den Stand der deutschen Rechtschreibung. Mit rund 5000 neuen Wörtern trage das Regelwerk den jüngsten Entwicklungen im Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache Rechnung. Neu aufgenommen wurden unter anderem Wörter wie postfaktisch, Darknet, Flüchtlingskrise, Selfie, Schmähgedicht und liken, aber auch Veggie, icke, rumeiern, Bierdusche und Arschrunzeln.

Unter den Neuaufnahmen sind demnach auch zahlreiche sogenannte Neologismen. Dabei handelt es sich um Wortschöpfungen, die häufig aus vorhandenen Wörtern oder Wortteilen neu zusammengesetzt werden, oder um Wörter, die aus Fremdsprachen übernommen wurden.

Die Wörter spiegeln die Entwicklungen in den Bereichen Technik, Mode, Sport, Politik und Verwaltung wider. Es sind zumeist Komposita, die häufig aus vorhandenen Wörtern oder Wortteilen neu zusammengesetzt werden, oder Übernahmen aus Fremdsprachen. Neu im Duden stehen demnach unter anderem tindern, Drohnenangriff, Emoji oder Low Carb.

Auch brandaktuelle Änderungen etwa beim Buchstaben ss wurden in der Neuauflage berücksichtigt. Das Eszett, das scharfe S, in Grossschreibung ist auch neben der Variante des doppelten S möglich. (sda/afp)

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