Tausende demonstrieren in Madrid

  • Mehrere tausend Demonstranten haben am Samstag in Madrid die spanische Regierung aufgefordert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.
    Mehrere tausend Demonstranten haben am Samstag in Madrid die spanische Regierung aufgefordert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. (KEYSTONE/EPA EFE/FERNANDO ALVARADO)
17.06.2017 | 23:22

SPANIEN ⋅ Tausende Menschen haben in Madrid für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. "Kein Mensch ist illegal", skandierte die Menge bei dem Protestzug in der spanischen Hauptstadt.

Auf Transparenten und Schildern war unter anderem zu lesen "Brücken keine Mauern" und "Genug Ausreden, keine Barrieren mehr".

Die Demonstranten zeigten sich über die schleppende Verteilung von 160'000 Flüchtlingen in der EU enttäuscht und forderten die spanische Regierung auf, ihren Verpflichtungen zur Aufnahme von mehr als 17'000 Migranten nachzukommen. Zu der Demonstration hatten dutzende Nichtregierungsorganisationen, darunter Amnesty International, aufgerufen.

Bereits im Februar waren in Barcelona um die 160'000 Menschen auf die Strasse gegangen, um die Aufnahme der zugesagten Zahl von Flüchtlingen zu fordern.

Die EU-Innenminister hatten im September 2015 gegen den Widerstand mehrerer osteuropäischer Länder die Umverteilung von 120'000 Asylbewerbern beschlossen, die mehrheitlich aus Syrien, Eritrea oder dem Irak stammen. Sie sollten bis September 2017 nach einem Quotensystem von Italien und Griechenland aus in andere Mitgliedstaaten gebracht werden.

Zuvor hatten sich eine Reihe von Mitgliedstaaten freiwillig verpflichtet, 40'000 Flüchtlinge aufzunehmen. Nach jüngsten Zahlen der EU-Kommission wurden bisher von den rund 160'000 Flüchtlingen lediglich 20'869 auf andere EU-Staaten verteilt. (sda/afp)

Kommentare
Kommentar zu: Tausende demonstrieren in Madrid
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()

geschrieben am 18.06.2017 13:02 | von Boris Kerzenmacher

Es ist an der Zeit die Karten offen auf den Tisch zu legen. Die Flüchtlinge sind jetzt da in Europa, in der Schweiz und langfristig sogar in jedem Dorf, millionenfach und sie werden nicht mehr weggehen und vielfach ihre Grossfamilien nachziehen. Das ist die Situation im Jahr 2017 mit der sich alle auseinandersetzen müssen, ob man will oder nicht. Der finanzielle Aufwand wird gigantische Ausmasse annehmen. Alle sind gefordert, der Bund, die Gemeinden und die Städte.

antworten
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wie viele Buchstaben hat das Wort Schweiz??
 

Meistgelesen

Sollte beim FC St.Gallen der starke Mann sein: Präsident Stefan Hernandez.
FC St.Gallen: 24.06.2017, 07:30

Haben Sie die Situation im Griff, Herr Präsident?

Christian Stübi hat den Bettel hingeworfen. Doch wie ist es dazu gekommen?
"Nein, ich könnte mir niemals vorstellen, bei diesem Konstrukt Sportchef des FC St.Gallen zu werden", sagt Fredy Bickel, Sportchef Rapid Wien.
FC St.Gallen: 24.06.2017, 12:02

«Der Sportchef muss der CEO sein»

Fredy Bickel ist einer der profiliertesten Sportchefs der Schweiz. Dass im FC St.
Am Freitagabend ist ein pensionierter Fahrlehrer an seinem ersten Tag als Taxifahrer mit seinem Fahrzeug auf der Martkplatztreppe verunfallt.
Unfälle & Verbrechen: 23.06.2017, 19:40

Ex-Fahrlehrer verursacht spektakulären Taxi-Unfall

Am Freitagnachmittag ist ein pensionierter Ex-Fahrlehrer auf der Rorschacher Marktplatztreppe ...
Am Freitagabend feierte die Oper «Loreley» von Alfredo Catalani an den St. Galler Festspielen ihre Schweizer Erstaufführung.
Ostschweizer Kultur: 24.06.2017, 14:12

Tabledance vor der St.Galler Kathedrale

Mit Alfredo Catalanis «Loreley» ging am Freitag bei den St.
Das Bewässern von Gemüse ist bei dieser Hitze wichtig.
Schauplatz Ostschweiz: 24.06.2017, 13:33

Jetzt wird das Wasser knapp

Die Wasservorräte der Gemeinden schrumpfen. Vor allem für Gemüsebauern ist das ein Problem.
Will für die Grünen in den St.Galler Stadtrat: Ingrid Jacober.
St.Gallen: 24.06.2017, 10:12

Ingrid Jacober will in die Stadtregierung

Die Grünen der Stadt St.Gallen beteiligen sich an der Ersatzwahl vom Herbst für den Stadtrat.
Die Autofahrer freut’s: In Rorschach sind seit vergangenem Mai 744 Bussenzettel weniger verteilt worden als im Jahr zuvor.
Rorschach: 24.06.2017, 08:00

Wilder Westen in Rorschach?

Raser, Rowdys, Falschparkierer hätten derzeit ein leichtes Spiel, mutmasst ein Leser.
Junge Musikanten sind begehrte Mitglieder bei den Blasmusikvereinen.
Ostschweiz: 24.06.2017, 07:55

Misstöne bei den Musikanten

Blasmusikvereine tun sich schwer, neue Mitglieder zu gewinnen.
Fussball der anderen Art - ein Schnappschuss vom Calcio Storico.
Sport: 24.06.2017, 14:41

Im Vorhof der Hölle

Wie jedes Jahr duellieren sich heute am Johannistag auf der Piazza Santa Croce in Florenz zwei ...
Kinder beobachten ihre Schulkollegin beim Sprung ins kühle Nass.
Kreuzlingen: 23.06.2017, 17:54

Muslimisches Mädchen darf nicht baden

Ein Vater bleibt uneinsichtig: Er verweigert seiner 8-jährigen Tochter die Teilnahme am ...
Zur klassischen Ansicht wechseln