• Blick auf Damaskus, wo es am Montag erneut schwere Kämpfe gab. (Archivbild)
    Blick auf Damaskus, wo es am Montag erneut schwere Kämpfe gab. (Archivbild) (Keystone/EPA/YOUSSEF BADAWI)
20.03.2017 | 10:51

Heftige Kämpfe in Damaskus


SYRIEN ⋅ Syrische Regierungstruppen haben sich am Montag im Nordosten von Damaskus erneut schwere Gefechte mit Aufständischen geliefert.

Nach Informationen der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gingen die Kämpfe in den Vororten Dschobar und Al-Kabun weiter.

Aus Militärkreisen verlautete, die Armee habe alle am Vortag verlorenen Stellungen zurückerobert. Die Streitkräfte setzten auch die Luftwaffe ein, einige Strassen in von Regierungstruppen kontrollierten Gebieten waren gesperrt.

Die Rebellen hatten nach eigenen Angaben die Regierungskräfte am Sonntag in Dschobar angegriffen, um für Entlastung ihrer Verbände in den Bezirken Al-Kabun und Barsa zu sorgen. Die Armee hat diese vom Stadtteil Ost-Ghuta abgeschnitten, der weiterhin von den Aufständischen kontrolliert wird.

Den Regierungstruppen ist es in den vergangenen 18 Monaten gelungen, die Rebellen sowohl in Damaskus als auch im ganzen Land zurückzudrängen. Sie werden dabei von russischen und iranischen Kräften sowie schiitischen Milizen unterstützt. (sda/reu)

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geschrieben am 20.03.2017 11:32 | von zombie1969

Die verschiedenen Aufständischen haben sich innerhalb von 6 Jahren nicht auf eine gemeinsame politische Führung einigen können. Auch militärisch kam es immer nur zu kurzfristigen Bündnissen, je nach Ziel.
Die jetzige Entwicklung stellt zwar eine Verschärfung dar, ist aber eine logische Entwicklung aus diesem unseligen Konflikt.

Ohne Experte für diese ganzen Gruppen zu sein, scheint es so zu sein, dass sich die Gruppen untereinander in ihren Zielen zu stark unterscheiden. Konflikte sind hier nur die logische Folge.
Wenn z.B. die Freie Syrische Armee den Konflikt gegen B. al-Assad gewonnen hätte, wäre der nächste bewaffnete Konflikt mit der Al-Nusra-Front und anderen Gruppen aufgeflammt.
Ein endloser Konflikt in den nun auch schon länger die Türkei mit Bodentruppen eingreift. Zum verzweifeln.

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geschrieben am 20.03.2017 11:50 | von Ostler

Dauerkrieg wie in Afghanistan.. Hätte seiners Zeit Europa ihren Hundertjährigen Krieg jetzt wird es Afghanistan und Syrien haben. Und keine Jeanne d’Arc in Sicht. Immerhin besser als in Palästina wo Krieg seit 4000 Jahren herscht.

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geschrieben am 20.03.2017 12:41 | von Exilschweizer

Niemals werden diese Konflikte innerhalb der islamischen Religionen und Kulturen ein Ende haben.Wie Ostler sagt 4000 Jahre in Palaestina.Das ALLERWICHTIGSTE,dabei ist und bleibt,das der Konflikt,nicht nach Westeuropa getragen wird.Die Gefahr aber,das alle Konfliktschichten sich als Fluechtlinge,nach Europa bewegen.

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geschrieben am 20.03.2017 13:42 | von frieda

An den angeblichen 4000 Jahren kann der Islam nur teilweise schuld sein. Den gibt's nämlich erst seit knapp 1500 Jahren. Das Christentum, das ja auch in dieser Region entstand, hat da über 500 Jahre Vorsprung. Das Judentum gar ist etwa doppelt so alt wie der Islam und stammt auch aus dieser Region. Vor 4000 Jahren kämpften dort die Ägypter gegen die ansässigen Amoriter, Hethiter und Hurriter - kein Bezug zu Judentum, Christentum oder Islam. ASlle damals noch nicht "erfunden".

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geschrieben am 20.03.2017 14:50 | von Ostler

habe nirgendwo gesagt, dass es zusammen mit Religionen zusammenhängt. Ich wollte eben in Ausdruck bringen, dass es mit Geographie zusammenhängt. Nah Osten in Allgemeinen und Palästina ins Besonderen war erstens Durchgang von Afrika nach Euroasien. Also um diesen Weg hatte man seit Cro-Magnon-Mensch gekämpft. Zweitens: es war versprochenes Land nicht nur für Hebräer, sondern für alle weil es kleines Streifen der grünen, landwirtschaftsfähigeren Erde umgeben durch die Wüste, war. Drittens es war Rute von Meeres Ufer in Tiefe des Kontinents. Afghanistan war wieder Übergangsweg nach Indochina. Sogar Alexander der Grosse ist dort durchgezogen. In diesen Gebieten tauchten immer wieder neuen Fremden und das bedeutete Krieg. Wie ich es immer geschrieben habe, Mentalität der Völkers bildet Geographie und ihre Geschichte. Dann ist auch klar das Völker dieser Gebiete ist einfacher in Krieg versetzen.

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geschrieben am 20.03.2017 15:03 | von frieda

Danke für Ihre Ausführungen. Allerdings sind wir uns wohl bei der Schlussfolgerung nicht ganz einig. Da Sie schreiben, dass diese Regionen immer Durchgangsräume waren, in denen um eben diesen Durchgang gekämpft wurde und deshalb immer andere, neue Stämme, Volksgruppen etc. dort siedelten und kämpften, liegt es nahe, dass diese geostrategischen Bedingungen die Menschen prägten und nicht, dass die der Menschen die Auseinandersetzungen bedingt /bedingte. Denn die Mentalitäten der einzelnen Siedlungsgruppen waren ja weder einheitlich, noch blieben die Strukturen lange stabil. Aber wenn immer mal wieder neue Feinde einfallen, die die Ansässigen bekämpfen und/oder vertreiben wollen, werden diese wohl mit den Jahrhunderten gegenüber Neuankömmlingen sehr misstrauisch werden.

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geschrieben am 21.03.2017 12:07 | von Ostler

das ist klar: z.B. Palästina - letzteren Zeiten sind bei Palästinensern auf einmal meistens osteuropäischen Juden aufgetaucht. Meistens nicht Semiten, sondern judaisiertes Turkvolk der Khazaren der Nomaden der kalten Steppe. Und in Palästina begannen die verdrängen semitischen Palästinensern die höchstwahrscheinlich islamisieren Juden also Nomaden der heissen Wüste sind. Kann noch grösseres und tragisches Paradox sein? Es wurde diesen Menschen nicht nur Erde sondern deren Vergangenheit Identität geraubt.

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geschrieben am 20.03.2017 14:51 | von Ostler

Und was Religionen anbetrifft da manche in Gegenteil sollten sie den Krieg vorbeugen: Zarathrustianismus, anfängliches Christentum sogar imperialistische Islam der sollte vorbeugen, dass jemand sich wagt die Araber anzugreifen.

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