Gauck übergibt Amt an Steinmeier

  • Der neue deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (2.v.r.) verabschieden den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck (r) und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (l) am Sonntag nach der symbolischen Amtsübergabe am Schloss Bellevue in Berlin.
    Der neue deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) und seine Frau Elke Büdenbender (2.v.r.) verabschieden den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck (r) und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (l) am Sonntag nach der symbolischen Amtsübergabe am Schloss Bellevue in Berlin. (Keystone/DPA dpa/A3618/_BERND VON JUTRCZENKA)
19.03.2017 | 12:27

DEUTSCHLAND ⋅ Der neue deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit einer symbolischen Amtsübernahme im Schloss Bellevue die Nachfolge von Joachim Gauck angetreten.

Der scheidende Präsident und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt begrüssten Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender am Sonntag auf der Treppe vor dem Schloss und zogen sich zu einem Gespräch zurück. Eine gute Stunde später verliessen Gauck und Schadt den Amtssitz. Um Mitternacht war die Zeit des früheren DDR-Pastors als Bundespräsident abgelaufen.

Sichtlich entspannt und gut gelaunt war Gauck im Schloss Bellevue eingetroffen. "Guten Morgen allerseits. Heute haben wir etwas Schönes vor", rief er den Reportern zu. Wenige Minuten später fuhr Steinmeier vor, erstmals in der Dienstlimousine mit dem Kennzeichen 0-1 und dem Stander mit dem Bundesadler auf dem Kotflügel. "Herzlich willkommen", sagte Gauck im Nieselregen. Küsschen der Herren auf die Wange für die alte und die neue First Lady.

Manche Träne geflossen

Über die Themen des folgenden Gesprächs bei Kaffee, Tee und Gebäck wurde wenig bekannt. Man habe die fünf Jahre Gauck im Amt Revue passieren lassen, hiess es. Bei einem kleinen Empfang gab es für die Mitarbeiter noch einmal Gelegenheit, Abschied zu nehmen. Dabei sei manche Träne geflossen, berichteten Teilnehmer.

Mit einer kräftigen Umarmung endete das Treffen des alten und des neuen Bundespräsidenten. "War schön mit Ihnen", rief Gauck den im Regen wartenden Fotografen zu, und stieg in den Wagen, als Bundespräsident a.D.. Am Nachmittag war ein Gottesdienst geplant, am Abend zuvor hatte Gauck bei einem privaten Empfang auch von Kanzlerin Angela Merkel und anderen Politikern Abschied genommen.

Der 77-jährige Gauck hatte aus Altersgründen auf eine zweite fünfjährige Amtszeit verzichtet. Der 61-jährige Steinmeier wurde im Februar als Nachfolger gewählt. Er ist der 12. Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

Ab Montag Alltag

Als neuen Chef des Präsidialamtes bringt Steinmeier Staatssekretär Stephan Steinlein und mehrere Spitzenbeamte aus dem Auswärtigen Amt mit. Steinlein erhielt am Sonntag die Ernennungsurkunde.

Für Steinmeier beginnt am Montag der Alltag als Bundespräsident. Am Mittwoch wird der frühere SPD-Aussenminister vor Bundestag und Bundesrat vereidigt. Es wird erwartet, dass er in seiner Rede vor den Parlamentariern Schwerpunkte und Ziele seiner Amtszeit benennt. Über seine ersten Reisen ist noch nichts bekannt, dem Vernehmen nach steht Paris ganz oben auf der Liste der Antrittsbesuche. (sda/dpa)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Was wird am 31.12 jeden Jahres gefeiert??
 

Meistgelesen

Zu viel Lärm: Seit der Eröffnung der Moschee im Wiler Südquartier Mitte Mai fühlen sich Anwohner gestört.
Stadt Wil: 22.06.2017, 18:08

Auch noch eine Beschwerde

Rund um das neue islamische Begegnungszentrum in Wil kehrt keine Ruhe ein.
Der Chrüzweier mit Familien- und Frauenbad: Die Bühne des Weihern-Festivals steht jeweils auf der grünen Wiese in der Bildmitte.
St.Gallen: 22.06.2017, 19:51

Weihern-Festival nun doch auf Dreilinden

Das Weihern-Festival findet vom 14. bis 16. September im Familienbad Dreilinden statt – so wie ...
Christian Stübi bei der Vorstellung des mittlerweile gefeuerten Trainers Joe Zinnbauer.
FC St.Gallen: 22.06.2017, 17:25

FCSG: Die Rückschläge vor Stübis Abgang

Christian Stübi tritt Ende Jahr als Sportchef des FC St.Gallen ab.
Blick auf die Unfallstelle.
Unfälle & Verbrechen: 22.06.2017, 17:15

Frontaler an der Wasserfluh

Am Donnerstagmittag ist es auf der Wasserfluhstrasse in Brunnadern zu einer Frontalkollision ...
Dejan Janjatovic trug 2013 massgeblich zum "Wunder von Moskau" bei.
Sport: 22.06.2017, 17:30

Ex-FCSG-Spieler Janjatovic verliert sein Töchterchen

Das zweite Kind von Dejan Janjatovic und seiner Frau wurde nur drei Monate alt.
Der Unglücksort: Schneefeld am Lisengrat.
Unfälle & Verbrechen: 22.06.2017, 13:50

64-Jähriger stürzt am Lisengrat in den Tod

Ein 64-jähriger Wanderer aus Solothurn ist am Sonntag auf einem Schneefeld am Lisengrat abgestürzt.
Das Internat am Gymnasium St.Antonius steht vor dem Aus.
Innerrhoden: 22.06.2017, 16:30

Das Aus kommt nicht von ungefähr

Im Sommer 2020 schliesst das Internat am Gymnasium St.Antonius in Appenzell.
Filialleiterin Irene Koller bedient im neuen Laden.
Region St.Gallen: 22.06.2017, 16:41

Das «Gschwend» ist angekommen

Der Übergang war fliessend. Am Samstag wurde Beck Albin Egger verabschiedet, seit Montag ist das ...
Wer Boote verkauft und gleichzeitig in der Bootshafenkommission mitbestimmt, läuft Gefahr, in Interessenkonflikte zu geraten.
Untersee: 22.06.2017, 18:48

Ein Anschein von Vetterliwirtschaft

Der Hafenmeister von Eschenz verkauft Boote. Er hat aber auch beratende Stimme in der ...
Die Polizei hat in Friedrichshafen nach einer Bombendrohung den Platz um das Medienhaus am Hafen abgesperrt. Im Hintergrund befindet sich das Zeppelin-Museum.
Unfälle & Verbrechen: 22.06.2017, 14:31

Friedrichshafen: Keine Bombe gefunden, Sperrung aufgehoben

Das Medienhaus K42 in Friedrichshafen wurde evakuiert.
Zur klassischen Ansicht wechseln